Juni 2006

Datum Wetter Tagebucheintrag
30.06.2006   47. Baustellentag
Auf dem Weg zur Baustelle klingelte das Handy und Herr Reuther vom AWD Gießen fragte nach, wo denn unser Haus sei, er wäre nämlich schon da. Als wir angekommen sind gab es erst mal eine kleine Hausführung für ihn. Der AWD war maßgeblich an der Finanzierung beteiligt.
Zwischendurch rief dann noch Herr Euler von der Commerzbank an und teilte mit, dass die zweite Rechnung für Massa angewiesen wird.

Wieder ist ein Tag voller Arbeit vorbei. Eine Dachhälfte haben wir heute komplett gedämmt. Und dann haben wir uns das Treppenhaus vorgenommen. Der vorgesehene Drempel war gute 12cm zu lang. Den mussten wir zuerst kürzen und dann noch auf einer Seite zurechtschneiden, so dass er jetzt wirklich passt.
Mit dem Bezirksschornsteinfeger haben wir dann noch Rücksprache gehalten, wie wir denn die Durchführungen durch die Geschoßdecken machen sollen. Wir sollen 2cm Dämmwolle um den Kamin legen und dann Beton vergießen. Im Durchbruch zum OG muss dagegen noch ca. 5cm Luft zum Gebälk verbleiben. Wie wir das machen sollen wissen wir noch nicht. Er schaut sich das am Wochenende noch mal auf den Plänen an und schaut dann am kommenden Montag bei uns vorbei.
Der Prüfstatiker war dann auch noch da und hat das Haus ohne Beanstandungen abgenommen. Wir können einziehen, meinte er.

Dann war wieder Grillen angesagt. Und während die Nachbarschaft vor dem Fernseher sich das Fußballspiel Deutschland - Argentinien angeschaut hat, haben wir draußen lecker Putensteak, Schweinebauch und Käse gegessen. Um 20:00 Uhr gings dann wieder auf den Heimweg.

29.06.2006   46. Baustellentag
Wieder haben wir gedämmt bis zum Umfallen/Grillen. Katja oben die Dachschrägen und ich unten die Decken. Das Jucken hält sich mit der Steinwolle wirklich in Grenzen. Wir haben uns das wesentlich schlimmer vorgestellt.
Morgen werden wir aber erst mal das Treppenhaus fertigmachen, denn nächste Woche soll ja die Treppe kommen.
Die Verputzer von Hepp waren heute nicht da, sie wollen aber morgen kommen. Wir lassen uns überraschen.
Mit unserem Bauleiter haben wir dann noch abgesprochen, dass er nächste Woche die Dämmung abnimmt.
28.06.2006   45. Baustellentag
Viel zu Berichten gibt es heute nicht. Vormittags war ich kurz im Büro und Katja beim Arzt. Ab mittag haben wir weiter gedämmt bis die Schwarte kracht.
Im OG sind die Giebelseiten jetzt fertig und Katja beginnt damit die 200er Dämmplatten zwischen die Dachbalken zu quetschen. Die Wohnzimmerdecke ist meine Aufgabe.
Das Jucken/Kratzen hält sich in Grenzen. Nach allem was uns gesagt wurde haben wir es uns um einiges schlimmer vorgestellt.
Morgen soll ja die letzte Hausseite verputz werden. Das wäre gut, denn dann können wir endlich wieder alle Fenster öffnen und Durchzug machen, damit sich der Staub von der Steinwolle schneller verzieht.
27.06.2006   44. Baustellentag
Früh um 5:00 Uhr klingelt der Wecker. Die Verputzer kommen heute und brauchen Strom und Wasser. Also aus dem Bett quälen, waschen, Kaffe trinken und dann nichts wie los zur Baustelle. Dort angekommen waren die Hepp'is schon am abkleben.
Erst mal Stromkasten aufschließen und Wasser nach außen legen, damit die Jungs auch anfangen können. Während draußen also verputzt wird, hat Katja im OG die Giebelseiten gedämmt, während ich Holzklötze zurechtgeschnitten habe, die wir brauchen, wenn die 200er Steinwolle unters Dach kommt (damit die nicht bis unten rutschen).
Wir sind nebenbei noch mal einkaufen gefahren. Einmal wegen uns und dann natürlich auch, um die Hepp-Leute nicht verhungern zu lassen. Aber hauptsächlich, weil wir wieder mal Grillen wollen, wenn das Wetter mitspielt.
Danach habe ich angefangen unten im Wohnzimmer die Decke zu dämmen. Eine sche&%$ arbeit. Die Steinwolle krümelt wie blöde. Das Jucken hält sich zwar in Grenzen aber unangenehm ist es trotzdem. Die Wohnzimmerdecke ist zur Hälfte fertig und im Erker sind auch die meisten verwinkelten Fächer gedämmt.
Da es zwischenzeitlich mit dem Wetter nicht so gut aussah, haben die Hepp's nur 3 Außenwände verputzt. Die vierte war ihnen zu riskant. Also wird in zwei Tagen die letzte Wand verputzt.

Grillzeit. Trotz dunkler Wolken am Himmel habe ich den Grill angeworfen. Und das Wetter hält. Die Grillwurst und die Spieße mit Bauchspeck haben wir dann im Haus gegessen. Der Duft von gegrilltem hat in der Nachbarschaft schon einige Mäuler wässrig werden lassen (lach). Um 20:30 haben wir dann Schluß gemacht und sind Richtung alte Heimat aufgebrochen.

26.06.2006   43. Baustellentag
Morgens früh hat mich mein alter, treuer PC verlassen. Alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Der erste Weg war demzufolge nach Gießen einen neuen PC kaufen. Mit DVD-Brenner und externer Festplatte zusätzlich unter Arm sind wir erst nach Hause gefahren und dann zur Baustelle. Der halbe Tag war somit vertan. Wir haben lediglich im Erdgeschoss die Hilfslattung angebracht und sind wieder nach Hause gefahren. Dort habe ich dann in 8 Stunden den neuen PC wieder soweit installiert, dass ich wieder online gehen kann und die wichtigsten Daten der alten Platte gesichert. Zum Glück ist alles erhalten geblieben. Jetzt kann es also weitergehen mit dem Tagebuch.
25.06.2006   42. Baustellentag
Gestern abend lag ein Brief mit grünem Umschlag im Briefkasten. Die zweite Rechnung ist also da. Eine stolze Summe, die wir da begleichen sollen. Aber was macht man nicht alles, um die deutsche Bauwirtschaft anzukurbeln. Also geht gleich ein Fax an unsere Bank raus mit der Veranlassung der Zahlung.
Und jetzt wird erst mal in Ruhe gefrühstückt.

Katja ist heute die Dämmkönigin. Sie hat alle Außenwände im Erdgeschoss gedämmt. Währendessen habe ich alle Kabel im Erdgeschoss dokumentiert und fotografiert. Im Treppenhaus sind schon die Wandleuchte und zwei Löcher für die Wechselschalter gebohrt. Im Eifer des Gefechts habe ich die doch gestern glatt vergessen. Gut das ich noch von der Rückseite dran konnte.

Gegen 18:00 Uhr habe ich den Grill angeheizt und wir haben gemütlich hinterm Haus Steaks und Würstchen gegessen. Um halb 8 sind wir dann wieder zu unserer jetzigen Wohnung gefahren. Irgendwie fühlen wir uns in Cleeberg nicht mehr wirklich zu Hause. Am liebsten würden wir schon morgen in Ranstadt einziehen...grins

24.06.2006   41. Baustellentag
Jetzt habe ich doch glatt vergessen zu erwähnen, dass gestern morgen die Firma Hepp angerufen und mitgeteilt hat, dass am 27.06.2006 das Haus verputzt werden soll. Das wäre super, wenn das wirklich klappt.

Was waren wir heute fleißig. Katja hat unten gedämmt als hätte sie nie was anderes gemacht. Ich habe dafür oben unterm Dach geschwitzt und Telefonkabel von unten nach oben verlegt, Erdungsleitung vom Keller bis unters Dach für die SAT-Anlage gezogen und noch einige Elektrokabel zusätzlich gelegt. Das Treppenhaus ist soweit auch fertig beplankt, dass die Rigipsplatten angebracht werden können.
Nach einem langen Tag haben wir uns den Grill angeworfen und erst mal ausgiebig Steaks und Würstchen gegessen. Das musste einfach sein und hat uns ein Gefühl des zu Hauseseins gegeben. Gegen 21:30 Uhr haben wir uns dann wieder auf den langen Heimweg gemacht.

Für morgen haben wir uns vorgenommen erst mal auszuschlafen, gemütlich zu Frühstücken und dann zum Haus zu fahren. Die Arbeit läuft ja nicht weg und ein Tag in der Woche können wir es ja mal ruhiger angehen lassen.

23.06.2006   40. Baustellentag
Katja hatte heute noch einen Termin und während der Zeit habe ich die Sternverteilung für die SAT-Anschlüsse im OG und EG verlegt. Als Katja dann wieder zurück war haben wir die Außenwand des Treppenhauses fertig beplankt.

Danach haben wir die Baustelle verlassen und sind nach Wetzlar in den OBI gefahren. Dort haben wir dann endlich unsere zukünftige Solarhausnummernbeleuchtug gefunden, die Katja schon immer gefallen hat. Leider war aber kein Exemplar mehr im Regal. Aber jetzt wissen wir wenigstens wo es diese Hausnummer gibt.
Dann sind wir noch ins Bauhaus gefahren und haben schon mal unsere Fliesen für die Diele und Küche gekauft. So ungefähr 300 kg Fliesen haben wir auf den Einkaufswagen gestapelt. Dann ging's weiter in die Bäderabteilung. Die Badewanne mit Zubehör haben wir dort aufgeladen. Das ist zwar noch alles sehr früh, fast 2 Monate zu früh, doch wir hatten einfach Lust dazu schon jetzt diese Sachen zu kaufen. Zu letzt noch Telefonkabel, Erdungskabel für die SAT-Anlage, Kabelrohre, die ich noch verlegen muss. Somit steht für mich die nächsten Tage noch mal Kabelverlegen auf dem Programm, während Katja weiter dämmen kann.

Nach dem Baumarkt-Marathon noch schnell einkaufen und dann nichts wie ab nach Hause. Morgen früh geht es weiter, denn die Arbeit ruft unüberhörbar.

22.06.2006   39. Baustellentag
Wie die Zeit vergeht. Heute vor einer Woche hat unser Haus bereits gestanden.
Was uns aber ein wenig erschreckt ist das Gefühl, bis heute nicht wirklich was geschafft zu haben. Man sieht nicht wirklich ein Vorankommen. Klar waren die Elektriker da und die Kabel sind (fast) alle verlegt. Auch sind die 4 Stapel Rigipsplatten vorm Haus weg und jetzt im Haus verteilt. Die 4 Riesenstapel mit Dämmwolle lachen uns jeden Tag an, denn die stehen noch draußen, weil im Haus kein Platz dafür ist.
Blauäugig sind wir davon ausgegangen, dass wir schon fleißig am Dämmen sind. Doch die Vorarbeiten halten mehr auf, als wir gedacht haben.

Wie auch immer...heute geht es weiter. Wir werden zuerst die restlichen halbierten Rigipsplatten ins OG schaffen.
Jetzt aber erst mal in aller Ruhe Kaffee trinken, richtig wach werden und dann zur Baustelle fahren. Mal sehen was es heute abend zu berichten gibt....

Die Rigipsplatten sind alle wohlbehalten verteilt. Eine aufwändige Arbeit, aber leider notwendig. Bis Mittag waren wir damit beschäftigt alle Platten ins Obergeschoss zu verfrachten. Trotz elektrischen Seilzug doch eine kraftraubende Tätigkeit.

Dann hat Katja damit begonnen die Außenwand des Treppenhauses zu Dämmen. Das ging erstaunlicher Weise doch sehr schnell. Ich habe unterdessen für die zusätzlichen Steckdosen weitere Stromleitungen im Erdgeschoss verlegt.

Als Katja die Dämmung fertig hatte, musste auch die erste Spanplatte an die Wand. Da im Treppenhaus eine Doppenlwand angebracht ist habe ich den ersten Fehler gemacht und wollte die Außenwand beplanken. Doch das geht nicht. Nach Rücksprache mit unserem Bauleiter hat sich das aber schnell geklärt. Wir müssen die Doppelwand beplanken. Zwischen der Außenwand und der zweiten Wand bleibt viel Luft. Kurz danach kam die Frage auf, was denn bitte schön ein Treppenwechsel ist. Also noch mal unseren Bauleiter anrufen. Schnell war auch diese Frage geklärt. Letztendlich war dann eine Spanplatte verschnitten und eine dann doch an der richtigen Stelle. Kaum waren die ersten Schrauben drinn, ging die Haustür auf und Susanne und Jens betraten unser Baustellenreich. Wir haben uns sehr gefreut, dass die Beiden endlich auch mal die Zeit gefunden haben bei uns vorbei zu schauen. Schnell wurde gefachsimpelt und alles das, was Katja und ich noch vor uns haben, haben Susanne und Jens schon hinter sich (zumindest im Erdgeschoss). Nach einen ausführlichen Erfahrungsaustausch machten sie sich dann wieder auf den Weg zur eigenen Baustelle. Allerdings nicht ohne uns noch zu sagen, dass wir anrufen sollen, wenn wir auf Probleme stoßen. Susanne, dass kommmt ehr als ihr denkt ;-)
Katja und ich haben dann noch schnell die Platte fertig an die Wand verschraubt und sind dann nach Hause gefahren. 10 Stunden auf der Baustelle reichen für den Anfang und wir haben unser Erfolgserlebnis für heute gehabt. Morgen geht es weiter.

21.06.2006   38. Baustellentag
Wir haben heute alle Rigipsplatten ins Haus geschafft. Die für oben haben wir allerdings in der Mitte durchgeschnitten. Auch wenn das Mehrarbeit beim Spachteln ergibt, mussten wir es so machen. Einmal dient es der Sicherheit. Nicht das eine große Platte bricht und nach unten auf Katja fällt. Und zum Zweiten sind sie so einfacher mit der Seilwinde nach oben zu bekommen. Alle Rigipsplatten für unten sind dagegen in einem Stück von uns gestapelt worden.

Nach 7 Stunden Schleppen und wuchten haben wir dann erschöpft aufgehört. Zur Entspannung haben wir noch einen Baumarktbummel in Butzbach gemacht. Da haben wir dann viel Kabel gekauft, Styrodurkleber für die letzten 30cm und noch Maleranzüge und Mundschutz wegen der Steinwolle gekauft.

Bilder gibt es heute mal keine. Wir sind einfach nicht dazu gekommen. Und wie ein Rigipsplattenstapel aussieht, weiß ja sowieso jeder.
Es ist sehr viel Vorarbeit zu leisten, bevor wir überhaupt dazu kommen endlich mit der Dämmung beginnen zu können. Mehr als wir gedacht haben, aber morgen geht's weiter.

20.06.2006   37. Baustellentag
Die Elektriker waren auch schon um 8:15 Uhr da, als wir auf der Baustelle ankamen. Wir sind alle Räume durchgegangen und haben festgelegt, wo was an die Wand kommt. Allerdings nur den Massa-Standard. Die Zusatzleistungen sind einfach zu teuer. In Absprache machen wir also mehr Stromleitungen für Steckdosen, die SAT-Verteilung und das Erdungskabel zur SAT-Schüssel in Eigenleistung. Dann haben die Elektriker losgelegt. Binnen 4,5 Stunden war unser Haus komplett verkabelt!

Zwischendurch wurden dann noch Unmengen von Steinwolle geliefert. Wir frage uns, ob wir die richtige Dämmung für das falsche Haus bekommen haben. Schön sortiert lagert es jetzt auf Paletten vorm Haus. Dann kamen die 144 Rigipsplatten. Ein Wahnsinn, die alle ins Haus zu schleppen. Das lose Dämmmaterial haben wir in einem Keller gestapelt. Der Rest wartet erst mal draußen. 40 Rigipsplatten haben wir schon ins Haus verfrachtet. Wir konnten ja erst beginnen, als die Elektriker abgefahren waren. Der Rest liegt mit Planen abgedeckt draußen vorm Haus. Jetzt hoffen wir, dass es nicht regnet bzw. nur wenig. Morgen müssen dann als erstes die Platten rein.

19.06.2006   36. Baustellentag
5:00 Uhr...Bei dem Gewitter und starken Regen heute Nacht ist mir eingefallen, dass wir die Fallrohre noch an die Zisterne anschließen sollten. Bestimmt hat sich jetzt der Eingangsbereich in eine Sumpflandschaft verwandelt. Und hoffentlich ist die Abwassergrube nicht abgerutscht und damit dann auch das Gerüst.
Ich bin ja gleich auf der Baustelle, um dem Arbeiter von Hepp Strom und Wasser anzuschließen, damit er gleicht verspachteln kann. Ich lass mich also überraschen was mich erwartet.

Alles war trocken. Es scheint kaum geregnet zu haben; was für ein Glück. Da die Jungs von Hepp ja auch Wasser benötigen, habe ich einen Gartenschlauch aus dem Keller nach draußen gelegt. Beim Anschließen an den Wasserhahn habe ich festgestellt, dass die Verbindung hinter der Wasseruhr undicht ist, wenn der Hahn nur ein bisschen nach oben geschoben wird. Hier muss die Gemeinde noch mal nacharbeiten.
Die Hepp'is kamen dann und fingen an zu verspachteln. Ich bin ins Büro weitergefahren. Gegen 9:00 Uhr habe ich dann auf der Gemeindeverwaltung angerufen wegen dem undichten Wasseranschluss. Man wollte sich sofort darum kümmern. Und so war es auch. Als ich um 10:30 Uhr wieder auf der Baustelle war, stand schon der Wagen da und der Gemeindemitarbeiter hatte alles erledigt.
Auch die Spachtelarbeiten waren so gut wie abgeschlossen. Ein paar Tipps haben wir noch bekommen, da die Beiden früher mal für Massa auch die Dämmung und Beplankung gemacht haben. Interessantes war zu erfahren bezüüglich des Rauhputzes und der späteren Verspachtelung der Ecken. Die sollen mit speziellen Papier abgeklebt werden. Einen kurzen Musterstreifen haben sie uns da gelassen. Der hat in der Längsrichtung bereits einen Knick und damit sollen die Ecken ohne Probleme verputzt werden können, da dort gerne mal Risse entstehen. Na wir sind gespannt.

Dann haben Katja und ich angefangen die Spanplatten nach oben zu bringen. Mit dem Seilzug absolut kein Problem, wenn einem keine Helfer zur Verfügung stehen. 23 Platten sind jetzt oben; das sollte reichen. Wenn doch noch was fehlt, dann können das immer nur kleine Stücke sein. Ich also immer die Leiter rauf und runter. Die Platte mit Katja ans Treppenhaus getragen, Spanngurt drum. Dann wieder die Leiter hoch und die Platte mit der Winde hochgezogen, dass Katja sie noch gerade eben balancieren kann. Anschließend die Platte über die Längskante oben rein ziehen und gleichzeitig mit der Fernbedienung Seil nachgeben. Das funktioniert ohne Probleme und ist bestimmt einfacher als mit 4 Mann händisch die Platten hochstemmen.

Zuletzt hat sich Katja daran gemacht die Leiter nach oben zu Testen. Mit ihrer Höhenangst eine riesengroße Überwindung. Beim dritten Anlauf war es dann soweit. Ein riesen Gejubel, Katja ist oben. Sie wollte ja unbedingt mal auf den Balkon. Da haben wir es uns auch erst mal gemütlich gemacht. Dann musste sie ja wieder die Leiter runter. Aber auch das klappt wunderbar. Später war Katja dann nochmal oben, mal so zum Üben. Mein Herzblatt ich bin stolz auf dich, denn ohne dich könnte ich alleine oben nicht fertig werden.

Heute Abend kam dann noch der Anruf, dass morgen zwischen 8:00 Uhr und 12:00 Uhr die Dämmwolle kommt. Irgendwann sollen dann auch die Rigipsplatten eintrudeln, wann etwa war allerdings nicht zu erfahren. Wir sind ja sowieso auf der Baustelle, ist also egal.

18.06.2006   35. Baustellentag
Wir waren heute faul und sind erst Mittags zum Haus gefahren. Die Außentür der Kellertreppe haben wir eingebaut. Danach haben wir noch unser Experiment mit dem elektrischen Seilzug ausprobiert. Die Spanplatten mit dem Seilzug nach oben zu ziehen funktioniert wunderbar. So können wir zwei ganz einfach ohne Geschiebe und Geschubse und fremder Hilfe die Platten ins Obergeschoss bringen. Vor allem muss niemand auf der Leiter rumturnen.
Bevor wir jedoch morgen die restlichen 44 Platten nach oben holen, muss ich erst noch das Bad räumen. Da habe ich nämlich die ersten Platten gelagert. Dank Katja und der Ausbauanleitung soll das Bad aber frei bleiben.

Ach ja...Hepp verspachtelt morgen das Haus. Dann ist das Verputzen auch nicht mehr fern. Vielleicht noch diese Woche?

17.06.2006   34. Baustellentag
Wir haben heute im Baumarkt einen elektischen Seilzug gekauft, mit dem wir die Span- und Rigipsplatten ins Obergeschoss transportieren wollen. Mit Hilfe von Spanngurten sollte es funktionieren.
Ansonsten haben wir die ersten Maße für die Beplankung im Erdgeschoss ausgemessen. Das wars auch schon für den heutigen Tag.

Morgen werden wir uns um die Außentür zum Keller kümmern, damit das Haus dann "dicht" ist.

16.06.2006   33. Baustellentag
Um 10:30 Uhr haben wir den Termin zur Ausbaubesprechung und der Hausübergabe. Also noch reichlich Zeit nach dem Aufstehen. Doch dann fällt uns ein, dass die Massa-Jungs ja Strom brauchen. Und die werden bestimmt nicht erst um 10:00 Uhr auf der Baustelle sein. Also schnelles Frühstück, schnell noch Getränke kaufen und dann nichts wie ab zur Baustelle.

Nach 50km kommen wir an und stellen mit erstaunen fest, wie die Jungs fleißig am Arbeiten sind. Das Dach ist gedeckt, außen und innen werden Restarbeiten erledigt. Pfiffig wie sie sind, haben sie es geschafft in unserem abgeschlossenen Baustromkasten ihre Kabel trotzdem anzuschließen. Da sehen wir also, wofür ein Schloß vor dem Baustromkasten taugt.
Auf jeden Fall hätten wir uns nicht so abhetzen müssen. Aber die Getränke sind wohl willkommen. Zig Liter einer bekannten, nachgemachten braunen, mit Kohlensäure versetzen, Flüssigkeit sind weg wie nix. Wenn's schmeckt...

Wir haben es uns dann wieder draußen halbwegs gemütlich gemacht und uns schon gefragt wo denn die Dachluke und die Trittroste sind, die wir ja mitbestellt hatten. Schon wurden sie eingebaut. Der Schornsteinfeger kommt also über den Kriechboden aus der Luke zum Schornstein.

Außen wird der "Ralleystreifen" eingearbeitet; gemeint ist damit die Stoßfläche zwischen Erd- und Obergeschoss. Die wird außen noch gedämmt und verspachtelt. Innen wird auch noch ein wenig gewerkelt und alle Fenster und Türen eingestellt. So hier und da sehen wir außen noch ein paar Kleinigkeiten, welche uns nicht so sehr gefallen. Vor allem die untere Dachverkleidung mit den sichtbaren Tackerklammern ist unschön.
Weil ja weiter unten im Baugebiet auch ein Massa-Haus steht, welches verputzt wird, machen wir uns also auf den Weg, die Verblendung dort anzuschauen. Auf dem Weg dorthin kommt uns unser Bauleiter, Herr Buhlmann, entgegen. Er schaut erst mal nach seinen Jungs. Bis dahin sind wir auch wieder zurück, sind ja nur 200m.

Beim anderen Haus angekommen, schauen wir uns die Arbeit der Putzer an, die ja auch unser Haus machen werden. Saubere Arbeit, so wie wir es beurteilen können. Und dann suchen wir die Tackerklammern in der Verblendung. Wir können aber keine sehen, ganz im Gegenteil zu unserer. Nachdenklich machen wir uns auf den Rückweg. Wird das ein Punkt auf unserer Mängelliste?

An unserem Haus angekommen geht es auch schon los mit dem Ausbaugespräch. Die meisten Punkte verstehen wir ja, haben aber auch keine Hemmungen nachzufragen, wenn es für uns nicht eindeutig zu verstehen ist. Auf den Holzbalken mache ich mir zu den einzelnen Schritten Notizen und schreibe auch Maße auf. Oben bin ich dann alleine mit unserem Bauleiter. Katja in Verbindung mit einer Leiter ist eben so eine Sache. Auch hier hake ich nach, wenn ich etwas nicht verstehe, oder es im Lärm der Handwerker untergeht und schreibe die Balken voll. Eigentlich hört sich ja alles einfach an. Man kann gespannt sein wie einfach es dann in der Praxis wird.

Die Drempel oben sind nur provisorisch mit ein bis zwei Schrauben fixiert. Wie mir Herr Buhlmann erklärte, hat das seinen Sinn. Indem wir die Schrauben entfernen, können wir ganz einfach und ohne große Fummelei die Dampfsperre in einem Stück quer durch das Haus an die Schräge anbringen ohne die Folie schneiden zu müssen. Die Drempel montieren wir dann selbst wieder. Wir finden, dass ist eine gute Lösung.

Wieder unten angekommen wurden dann noch mal alle Wände mit der Wasserwaage durch unseren Bauleiter kontrolliert, jedes Fenster und jede Tür geöffnet, alle Rollläden auf Funktion geprüft. Im Anschluss daran wurde die Hausübergabe gemacht. Angesprochen auf die Tackernarben in der Dachverkleidung, haben wir dann gezeigt bekommen, wie ein Mitarbeiter der Firma Massa bereit fleißig mit Streichen beschäftigt war. Die Farbe und Pinsel wurde uns da gelassen, damit wir bei Bedarf selbst noch mal nachstreichen können, falls es notwendig würde.
Wir sind zufrieden mit der geleisteten Arbeit. Das Haus gefällt uns. Auch die Nachbarn sind ein klein bisschen neidisch. Der eine auf den schön verklinkerten Kamin, der andere auf das Haus. Auf unser Haus sind wir stolz. Es gefällt uns immer mehr.
Der Bauleiter muss noch weiter und die Leute von Massa entlassen wir gerne in ein wohlverdientes Wochenende. Im Haus haben sie noch gefegt und aufgeräumt. Dann rollt der Transporter vom Grundstück.
Jungs, ihr habt gute Arbeit geleistet!

Endlich allein in den eigenen vier Wänden. Wir genießen es und sitzen im Wohnzimmer. Ein wunderbares Gefühl. Katja würde ja zu gerne mal einen Blick ins Obergeschoss werfen, wenn diese blöde Leiter nicht wäre. Aber wofür haben wir das Gerüst? Darüber müsste es doch möglich sein, dass sie zumindest von außen mal einen Blick ins Innere werfen kann. Ich also über die Leiter nach oben, die Fenster aufmachen, während Katja über das Gerüst nach oben klettert. Gemeinsam schauen wir von außen nach innen. So geht's also auch.

Wieder unten angekommen fange ich schon mal an draußen ein wenig aufzuräumen. Viel Holz, Dachpfannen, Styropor und Plastik liegen schön auf einem Haufen durcheinander. Ich sortiere schon mal und packe die leichten Sachen in Säcke. Nicht das sich das Material später bei den Nachbarn wieder findet. Im Hintergrund höre ich Katja, wie sie einem Nachbarn das Haus innen zeigt. Neugierig sind die ja nicht :-).

Inzwischen sind auch meine Eltern eingetroffen. Das fertige Haus wollten sie unbedingt sehen. Also ist eine Hausführung angesagt. Was mich am meisten überraschte...meine Mutter steigt doch tatsächlich die Leiter hoch, um einen Blick in die obere Etage werfen zu können. Dann noch eine Führung ums Haus herum. Praktischer Weise stehen wir vor dem Massa-Schuttberg und ich fange demonstrativ an zu sortieren. Und schon sind wir vier dabei Plastik und Styropor in Säcke zu verpacken, das Holz auf einen Haufen zu stapeln. Was uns ja wundert...wir finden 3 Paar Arbeitshandschuhe, die fast neuwertig sind. Gehören die auch zum Lieferumfang? Gebrauchen können wir sie auf jeden Fall noch. Nach der Aufräumaktion haben sich dann meine Eltern verabschiedet. Schließlich müssen sie noch 200km nach Hause fahren und Katja und ich müssen noch nach Altenstadt zum Kinzer, den Schlüssel für den Radlader und einen Benzinkanister abgeben. Leider hatte Volk schon zu, sonst hätten wir dort noch bestelltes Material abholen können.

Also beschließen wir noch bei Susanne und Jens vorbeizuschauen. Die Haustür war offen, da haben wir Susanne überfallen. Reichlich Gesprächsstoff gab es ja. Jens war in der Nachbarschaft beschäftigt, also kam erst mal nur Susanne zu einer Zwangspause. Jens kam dann später noch dazu. Es wurde viel über Ausbau, Einbau, Umbau geredet. Die Zeit vergeht dabei wie im Fluge. So gegen 19:30 Uhr haben wir uns dann verabschiedet und auf den Heimweg gemacht. Glücklich und zufrieden angekommen, haben wir uns noch was zu Essen gemacht und den Tag mit einer Flasche Schwarzbier ausklingen lassen.

15.06.2006   32. Baustellentag
Eine Nacht ist vorbei. Wir haben geschlafen wie die Murmeltiere. Zuschauen, wie andere arbeiten kann ganz schön anstrengend sein.
Jetzt nach einer großen Tasse Kaffee kommt man erst dazu alles noch mal Revue passieren zu lassen und die gestrigen Eindrücke zu sortieren.

Als wir also gestern morgen an der Baustelle ankommen, stehen schon die zwei Tieflader im Baugebiet. Beide Fahrer sind am 13.6. bereits angekommen und haben in Ihren LKWs übernachtet. Wir sind auch ganz leise mit unserem Auto vorbeigerumpelt, um die Fahrer nicht zu wecken und haben uns weit oberhalb von unserem Bauplatz hingestellt. Neugierig sind wir schon mal um den ersten LKW geschlichen. Und tatsächlich steht auf der Plastikplane groß unser Name drauf. Es sind tatsächlich die Bauteile für unser Haus. Mit einem breitem Grinsen im Gesicht sind wir dann zurück zum Auto und haben abgewartet was passiert.

Um 6:00 Uhr sollte es laut Plan losgehen, doch nichts rührt sich so wirklich. Der Fahrer des ersten LKWs krabbelt zwar aus seiner Schlafkabine und macht sich seinen Kaffee. Ansonsten ist aber alles ruhig. Also bringen wir jetzt mal unsere Bierzeltgarnitur in Position, schließen die Kaffeemaschine an und lassen den ersten Kaffee schon mal durchlaufen. Dann die Gartenstühle in Position bringen.
Inzwischen ist auch schon der Kran angekommen. Die Fahrer unterhalten sich über die beste Position und der LKW muss noch eine Ehrenrunde auf der Ringstraße drehen.

Der Kaffee ist durchgelaufen und ein klein wenig stark geraten. Getrunken wird er aber trotzdem. So ganz nebenbei trudeln auch die Jungs von der Firma Hepp ein. Sie haben wohl eine Unterkunft in der Nähe gefunden. Als sie am 13.06.2006 abends noch auf der Baustelle waren, haben wir ihnen ja die "Gelben Seiten" überlassen, damit sie sich ein Hotel suchen können. Die 3 Jungs haben auch sofort angefangen das Gerüst zu stellen.

Ein grüner Transporter fährt vor. Aha, Kennzeichen SIM, das sind die Monteure von Massa. Dem Wagen entspringen 5 Männer, die sofort beginnen auszuladen. Der Chef der Truppe stellt sich vor und bespricht kurz mit uns den Bauplan, ob wir uns nicht doch noch irgendwelche Änderungen haben einfallen lassen. haben wir? Alles bleibt im Prinzip wie es auf dem Plan steht. Einzige Ausnahme ist eine Tür, die wir nicht mehr brauchen. Da läßt er dann das Kantholz drin. Als Änderung kann man das ja nicht wirklich ansehen, oder? Ach ja.. Die Fallrohre für die Regenrinnen kommen auf die andere Seite des Hauses, weil ja die Zisterne wo anders gesetzt wurde. Aber auch das stellt kein Problem dar. Super.

Auf der Kelledecke tummeln sich alle Massa-Leute und messen hier und schauen da. Dann beginnt der Kran damit große Werkzeugkisten vom LKW auf die Betondecke abzusetzen. Wir sitzen in unseren Gartenstühlen und schauen uns alles es der Entfernung an. Für uns sieht das nach Chaos aus. Aber die Jungs wissen ja was sie tun. Es dauert auch nicht lange und die erste Wand hängt am Haken und schwebt ein. Es ist das mittlere Wandteil, das Küche und Diele vom Wohn-/Essbereich trennt. Kaum sitzt es, rattern auch schon die Schlagschrauber, Bohrmaschinen, es wird gehämmert und es hört sich plötzlich nach Arbeit an.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Ein Wandteil nach dem anderen schwebt ein, wird positioniert und fest gemacht. Außenrum wuseln immer noch die 3 Jungs von Hepp herum und bauen das Gerüst weiter auf.
So langsam mache ich mir Gedanken, wie ich in den Keller komme, um das Mineralwasser da raus zu bekommen, dass dort lagert. Durch das Kellerauge geht nicht, über der Außentreppe steht aber schon das Gerüst. Also starte ich den Versuch und springe die 2m nach unten. Im Keller steht ja die Leiter, mit der ich mich ja wieder aus dem Loch befreien kann. Also nix wie runter, die Wasserkisten raus und dann irgendwie alles nach oben geschafft. Es klappt. Dann noch schnell das Wasser verteilen und wieder zurück auf den Logenplatz.
Inzwischen trifft auch mein Vater ein, der sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen möchte. Er bringt frischen Erdebeer- und Apfelkuchen mit, welche meine Mutter am Vortag noch gemacht hat. Danke, der Kuchen war eine Wucht und hat allen geschmeckt.
In einem Wahnsinnstempo sind alle Wände im Erdgeschoss gestellt. Nach nur 45 Minuten wird uns mit der Eingangsseite die Sicht ins/durchs Haus versperrt.

Jetzt wird es auch richtig laut, denn der Fußboden oben ist in Arbeit. Dicke Balken, Paletten mit Bodenplatten werden mit dem Kran nach oben gehievt. Ein Hämmern und Sägen beginnt. Aber auch eine der zeitintensivsten Arbeiten. Es kommt einem manchmal so vor, als wenn sich die 5 Massa-Jungs sogar noch teilen können und plötzlich 10 Mann an allen möglichen Stellen arbeiten. Wir können gar nicht mehr im Auge behalten wo gerade was passiert.

Um 10:30 Uhr ist Pause angesagt. Schnell Kaffee gekocht und den Kuchen ins Haus getragen. Kaum zu glauben, dass die Jungs so wild auf Kuchen sein können. Wir waren gespannt ob noch was für uns übrig bleiben wird. Nach der Pause habe ich schnell alles wieder ausgeräumt, denn Kuchen, Kaffeekannen, Teller und Besteck stören beim Arbeiten. Und tatsächlich ist noch etwas Kuchen übrig. Wir probieren jetzt Mutters Kuchen. Hmmm...lecker.
Die Hepp's sind kurze Zeit später auch fertig und ich frage, wie es mit Kaffee, Sprudel und Kuchen aussieht. Auch die Drei hauen rein. Noch ein kurzes Gespräch, dann müssen sie unten im Baugebiet anfangen ein weiteres Massa-Haus zu verputzen. Sie meinten noch, dass unser Haus je nach Wetterlage schnell verputzt werden könnte. Noch haben wir ja von Massa keinen Termin, aber dagegen hätten wir wirklich nichts. Das Gerüst ist zum Glück so gestellt, dass wir ohne große Probleme am 20.6.2006 die Lieferung an Dämmmaterial und Rigipsplatten ins Haus bekommen können. Eine Strebe und ein Brett weg und der Weg ist frei.

In der Zwischenzeit geht es auch wieder weiter mit dem Hausbau. Zwar redet jeder Nachbar, immer von Gewitter und Regen, doch wir glauben fest daran, dass es trocken bleibt. Am Horizont türmen sich schon gewaltige Wolkenberge auf. Zum Glück ziehen sie an Ranstadt vorbei. Die Sonne brennt weiter in voller Pracht vom Himmel und treibt einem den Schweiß aus allen Poren. Speziell den Arbeitern.

Um 12:00 Uhr beginnt der Aufbau des Dachgeschosses. Die Giebelseiten sind schnell montiert und die Dachbalken werden vom Kran in das Dachgeschoss gehoben. Ein Monteur kümmert sich derweil um den Balkon und dichtet ab, baut die kleine Regenrinne usw. Die anderen beginnen damit die Dachbalken aufzubauen. Für uns unverständlich warum eine Lücke bleibt, bis wir mitbekommen, dass ein Teil am Boden vormontiert wurde, durch welches später der Kamin abgesenkt werden soll. Die Trauf- und Giebelseiten werde gleichzeitig von einem Arbeiter verkleidet. Das geht auch rasend schnell.

Gegen 14:30 Uhr kommt der untere Teil des Kamins an die Reihe. Schnell ist er am Haken und wird vorsichtig von oben bis in den Keller abgesenkt. Dabei ist mir eingefallen, dass wir ja im Wohnzimmer den Anschluss für den Kamin an der richtigen Seite haben müssen. Also bin ich entgegen meinem Grundsatz ins Haus und habe ein paar Fotos gemacht und kontrolliert, ob der Anschluss auch Richtung Wohnzimmer zeigt. Alles in Ordnung. Der Kamin paßt einwandfrei und steht auf Anhieb absolut gerade. Oben wird er sofort fixiert. Der zweite Teil vom Kamin hat dann fast nur noch Formsache. Schnell hängt er auch am Haken und wird auf den ersten Teil gesetzt. Nach einer Stunde ist der Kamin montiert.

Und weiter geht es ohne Pause. Die Folie wird auf den Dachstuhl angebracht und die Lattung für die Ziegel angebracht. Das geht auch flott voran. Nach 2 Stunden ist das Dach dicht.
Außen wurde fleißig weiter verblendet und schon mal die Halterungen für die Regenrinnen angebracht. Irgendwann, so um 17:00 Uhr, wurde dann langsam Feierabend gemacht. Wie versprochen ist das Haus jetzt soweit dicht. Es fehlen ja nur noch die restlichen Verblendungen, die Regenrinnen und Fallrohre und die Dachdeckung. Also ist für den 16.06.2006 noch einiges an Arbeit übrig. Aber wenn auch das so reibungslos funktioniert und das Wetter mitspielt, ist das bestimmt auch schnell erledigt.

Fazit des gestrigen Tages:
2 erschöpfte BOA, 1 erschöpfter neugieriger Vater, viele erschöpftere Arbeiter und ein fast fertiges Haus.
Katja hat sich noch einen Haustürschlüssel geben lassen. Den hat sie auch bekommen. Wir sollen nur bitte die Fenster und Türen des Erkers nicht öffnen, weil die noch nicht eingestellt sind. Auch wenn's schwer fällt, wir lassen alles zu. In der Zwischenzeit steht auch der Grill bereit. Leider verzichteten die Monteure auf leckere Steaks, sonst hätten wir den Schwenkgrill schon ehr angeheizt. Aber sie wollten schnell nach Hause, wofür wir ja auch Verständnis haben.
Da haben wir dann Abends hinterm Haus gegrillt. Hinter unserem Haus! Ein schönes Gefühl. Das werden wir bestimmt noch öfters machen. Vor allem aber wird noch ein kleiner Pool und eine Gartendusche besorgt, bevor wir mit dem Innenausbau anfangen. Wenn die Hitze so bleibt, brauchen wir Abkühlung.

Das war also der gestrige Tag im Nachhinein betrachtet. Katja und ich sind glücklich und rundherum zufrieden.
Unser Haus ist Wirklichkeit geworden

14.06.2006   31. Baustellentag
WIR HABEN EIN HAUS!

Morgens um 5:30 Uhr...alles ist still...zwei LKW's stehen im Neubaugebiet...die Fahrer schlafen noch. Dann um 5:55 Uhr rührt sich was in einer Fahrerkabine...Die Tür wird aufgemacht und ein munterer LKW-Fahrer entspringt seiner Kabine. Damit ist die Ruhe vorbei. Auf einen Schlag ist alles und jeder da. Der Kran rollt an, wir bauen die Kaffeetheke auf, Diskussionen um den besten Kranstellplatz. Die Gerüstbauer kommen, der Massa-Bus trifft ein. Geordnete Hektik auf der Baustelle und wir haben inzwischen unsere Plätze in der ersten Reihe bezogen und lassen das alles auf uns einwirken.
Der Kranführer muss reichlich Holz unter eine Stütze packen, die er mutig in das aufgeschüttete Erdreich ablassen möchte. Lage auf Lage verschwindet im Boden. Erst die vierte Lage verschafft dem Kran die entsprechende Standfestigkeit. Die Gerüstbauer haben schon eine Seite fertig gestellt. Am Abwassergraben wurde eine ausgefeilte Stützmethode mit unseren Betonsteinen konstruiert und das Gerüst hält am Hang. Wahnsinn was sich die Jungs einfallen lassen.
Der Kran hievt die ersten Materialien auf die Kellerdecke. Es wird gemessen, rumgewuselt was das Zeug hält und wir schauen zu. Lassen alles auf uns einwirken und sind beeindruckt, dass in diesem Chaos doch jeder weiß was er zu tun hat.

Und dann geht es Schlag auf Schlag. Binnen 45 Minuten sind im Erdgeschoss alle Wände gestellt. Schon wird der Fußboden im Obergeschoss begonnen. Unten wuseln die Gerüstbauer rum und bringen es in die Höhe. Wir bekommen vor lauter Staunen den Mund nicht mehr zu.

Es sind einfach zu viele Eindrücke, die auf uns einstürzen, um sie hier wirklich alle aufzuführen. Zumindest jetzt kurz nach dem Ereignis fehlem einen die Worte. Wir werden also erst mal in Ruhe alles überschlafen und dann weiter vom Tag unserer Tage berichten.
Wichtig für uns ist letztendlich nur, dass das Haus bis auf die Dachziegel und Regenrinne fertig ist. Nach knapp 9 Stunden haben die Massa-Mitarbeiter ihr Tagessoll mehr als erfüllt und sind in den wohlverdienten Feierabend gefahren.

Kurz um...wir sind mit allen beteiligten Firmen sehr zufrieden.

13.06.2006   30. Baustellentag
Endspurt ist heute angesagt. Es wird weiter verfüllt, bis der Radlader qualmt. Dann müssen noch die Betonringe für den Revisionsschacht gesetzt werden. Uns fehlt aber immer noch der Anschluss von KG auf Steinzeug für das Abwasser. Trotzdem werden wir die Schachtringe setzen müssen. Auch wenn dann das Rohr festsitzt und wir dann zusehen, wie wir den Anschluss hinbekommen.

Noch ein kleiner Nachtrag zu gestern:
Mit dem Vibrationsstampfer haben wir nicht wirklich Erfolg gehabt. Zwar verdichtet der Stampfer, aber er legt sich dabei nur tiefer. Vorwärts bewegen läßt sich das Teil bei dem Boden beim besten Willen nicht. Nach Rücksprache mit der Firma Kinzer bleibt uns nun nichts anderes übrig als die Baugrube lose zu verfüllen und den Boden sacken zu lassen. Mit dem Radlader werde ich heute noch versuchen wenigstens die Oberfläche ein bisschen zu verdichten. Für das Gerüst brauchen wir ja einen halbwegs ebenen Boden. Mal sehen wie ich das hinbekomme.

Heute:
Also die Schachtringe haben wir heute links liegen lassen. Wichtig war uns das Verfüllen. Gegen 19:00 Uhr waren wir fertig. Alles ist verfüllt, bis auf die Abwassergrube, mit der wir uns noch Zeit lassen. Das Regen- und Abwasser wird demnächst angeschlossen, doch die kleine Grube lassen wir noch offen.

Gegen Mittag fuhr ein LKW der Firma Plewa Schornsteintechnik vor und hat unseren Schornstein abgesetzt. Ein Teil ist schon in den Farben der Dachziegel fertig verklinkert. Jetzt hoffen wir, dass er nicht zu weit weg abgelegt ist.

Als wir fertig waren kam auch schon der Gerüstbauer und hat sich das Gelände angesehen. Nach seiner Aussage alles in Ordnung. Wir haben den Jungs noch Die Gelben Seiten in die Hand gedrückt, weil sie noch eine Unterkunft suchen. Hoffentlich haben sie Glück.

Schon in den Startlöchern kam auf einmal ein LKW mit Dachziegel an uns vorbei. Hmmm.. ob die für uns sind. Vor unserem Keller hielt der LKW an (wir haben fett die Hausnummer 34 an die Kellerwand geklebt). Ich bin also noch mal aus dem Auto gestiegen und habe nachgefragt. Tatsächlich, die Dachziegel sind für uns. Katja meinte noch "die sind ja gar nicht Rot". Da zeigte er uns eine Palette mit der richtigen Seite. Schön rot... was Katja gesehen hat, war die Rückseite der Ziegel. Dann können wir ja beruhigt nach Hause fahren. Wird auch langsam Zeit. Es wird immer später und wir müssen so gegen 3:45 Uhr morgen wieder raus aus dem Bett.

12.06.2006   29. Baustellentag
Viel gemacht haben wir heute nicht. Nur die rstlichen Noppenbahnen angebracht und dann angefangen zu verfüllen. Eine Seite ist komplett zu. Zwei andere Seiten zum Teil. Mit dem Radlader geht das sehr schnell. Morgen werden wir noch den Rest verfüllen und dann die Schachtringe für den Revisionsschacht setzen. Unser Zeitplan scheint also aufzugehen. Pünklich zum 14.6. sind wir fertig. Puh...
11.06.2006   28. Baustellentag
Tagesziel erreicht. Wir sind fast soweit, dass wir die Baugrube verfüllen können. Zuerst musste noch die vordere Seite mit Dickbeschichtung gespachtelt und mit Styrodur beklebt werden. Zuletzt haben wir noch das Flies angebracht. Morgen wird dann der Rest der Noppenbahn gelegt und dann...kann ich endlich wieder Radlader fahren. So ganz neben bei habe ich noch ein paar Meter KG-Rohr verlegt und mit Sand angefangen zu verfüllen.
Die Regen- und Abwasseranschlüsse machen wir ganz zum Schluss. Vielleicht noch am Dienstag, wenn wir noch Zeit haben. Vorrangig muss aber jetzt die Baugrube zugemacht werden.
10.06.2006   27. Baustellentag
Gestern haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wie wir das verfüllen am sinnvollsten machen, da wir Recyclingsand und Aushub voneinander trennen wollen. Der Sand ist ja hauptsächlich für die Rohrleitungen gedacht. Der Sand rutscht aber immer weg. Folglich werden wir uns heute aus dem Baumarkt noch 2 bis 3 Verschalbretter besorgen, die wir hochkant einstellen. Auf die eine Seite kommt Sand, auf die andere Seite der Aushub. Um die Bretter legen wir vorher zwei Seilschlaufen, an denen ich die Bretter nach dem Verfüllen mit dem Radlader wieder hochziehen kann.
Das Erdkabel für den Strom der JetPumpe der Zisterne besorgen wir uns heute auch noch. Und zur Sicherheit kommt noch für die zusätzliche Abdichtung der Dübel erdberührender- und wasserundurchlässiger Isolierschaum auf den Einkaufszettel dazu.

Dann haben wir die Noppenbahn auf der Rückseite komplett und zum Teil an den zwei Querseiten des Hauses verlegt. Dann durfte ich endlich Radlader fahren! Viel Sand für die Rohre habe ich abgeladen und Katja hat in der Baugrube fleißig den Sand mit der Schüppe verteilt. Zwischendurch habe ich dann schon mal einen Teil der Zisterne verfüllt. Wenn ich schon fahren kann, dann muss ich das doch ausnutzen.
Irgendwann haben wir dann festgestellt, dass wir den Fotoapparat zu Hause liegen lassen haben. Also gibt es morgen die Bilder von heute nachgereicht.
Mit dem Radlader geht das Verfüllen wahnsinnig schnell. Und so wie es aussieht werden wir wohl pünktlich fertig, bevor am 14.6.06 das Haus kommt. Nur der Revisionsschacht und der Abwasseranschluss machen uns noch Probleme. Das Trennen von Sand und Aushub mit Hilfe der Schalbretter hat nicht funktioniert. Also haben wir das Experiment schnell aufgegeben. Somit hätten wir 3 neue, kaum gebrauchte Schalbretter abzugeben...
Beruhigend ist, dass der Radlader das Gewicht der Schachtringe heben kann. Ob auch so tief hängt vom Ladegeschirr ab, das wir uns am kommenden Montag vom Kinzer besorgen müssen. Ansonsten kann uns vielleicht der Kran von nebenan nochmal aushelfen. Auf jeden Fall nehmen wir speziellen Montageschaum und zementieren nicht. Das würde zu umständlich werden.

09.06.2006   26. Baustellentag
Am heutigen Tag habe ich zuerst die vier Langmatz-Dübel installiert. Dafür musste einiges Styrodur und ein Teil der Hohlkehle dran glauben. Ich hoffe die Dübel sitzen dicht an der Wand. Fest sind sie auf alle Fälle.
Ich habe noch mit der Gemeinde telefoniert und vereinbart. dass am Montag der Wasseranschluss ins Haus kommt. Außerdem habe ich mich vergewissert, dass die Straßensperrung für den 14.6. in Ordnung geht.
Danach habe ich weiter Abwasserrohre verlegt. Leider musste ich feststellen, dass der Übergang zum Steinzeuganschluss der Gemeinde nicht passt. 24,9cm Außendurchmesser sind ungewöhnlich. Ich habe dann mit Volk telefoniert und nach einigem hin und her hoffe ich, dass jetzt der richtige Übergang bestellt worden ist. Auf jeden Fall können wir die Abwassergrube deswegen nicht verfüllen.
Ab 14:00 habe ich erst mal Pause gemacht. Es war einfach zu heiß, um in der prallen Sonne zu arbeiten. Einen kleinen Sonnenbrand habe ich mir bestimmt im Nacken geholt.

Und dann kam endlich mein Spielzeug. Ein 4,7t schwerer Radlader und gute 12t Recyclingsand. Eigentlich hätten die Jungs von Kinzer auch den Vibrationsstampfer mitbringen sollen. Den haben sie aber vergessen. Da habe ich Katja mit zurück nach Altenstadt geschickt, damit sie den Stampfer abholt. Also da muss von Seiten Kinzer für unseren Mehraufwand was rausspringen! Während Katja so unterwegs ist und ich inzwischen meine Einweisung auf den Radlader erhalten habe, konnte mich nichts mehr halten. Vorsichtig bin ich durchs Gelände gerollt und habe den Mutterboden umgesetzt. Nach kurzer Eingewöhnungsphase beherrsche ich jetzt den Radlader ganz gut. Auch das Zielen mit der vollen Schaufel funktioniert.
Als Katja zurück kam, haben wir den Vibrationsstampfer ausgeladen. Katjas Auto stinkt penetrant nach Gemisch. Da ist wohl etwas aus dem Tank ausgelaufen. Auf dem Rückweg ist Katja mit offenem Fenster gefahren.
Den Stampfer habe ich dann mit dem Radlader und einem Seil in die Baugrube gehoben. Auch das funktioniert einwandfrei. Die Schaufel läßt sich wirklich millimetergenau bewegen. 2 Schaufeln Sand habe ich Katja in die Grube geschafft. Das sind locker 1,6m3, die Katja dann mit der Schüppe verteilt hat. In der Zwischenzeit habe ich angefangen mir einen Weg längs der Baugrube freizubagger und reichlich Aushub bei Seite geschafft.

Morgen ist erst mal keine Radladerfahrt...SCHADE...aber die Mauer hat Vorrang. Wenn die fertig ist, kann Katja mit der Dickbeschichtung loslegen. Vielleicht kann ich ja dann eine kleine Spritztour machen. Vielleicht muss ich ja tanken fahren?! Oder Splitt für die Revisionsschächte in die Abwassergrube schaffen. Egal, ich werde schon einen Grund finden zu fahren ;-)
Ob ich mit dem Radlader die Betonringe für den Revisionsschacht setzen kann? Da muss ich morgen noch mal beim Kinzer anfragen. Wenn es ginge muss Katja das Ladegeschirr holen. Dann könnte ich ja...

08.06.2006   25. Baustellentag
Die Lichtschachtverlängerungen sind da. Auf dem Weg zur Baustelle also erst mal beim Volk vorbei und die Teile eingeladen. Dann weiter zur Baustelle. Oh Wunder, der Materialcontainer wurde abgeholt. Das fand ich so gut, dass ich schon mal meinen zukünftigen Parkplatz neben dem Haus ausprobiert habe.
Dann wollte ich die letzten Steine flexen und durfte feststellen, dass ich den Winkelschleifer gestern draußen liegen lassen habe und jetzt ist er weg. Sch....öne Bescherung. Ich hätte mich selbst in den Hintern beißen können. Hilft aber alles nichts. Also Katja eine SMS geschrieben, sie möge doch bitte im Baumarkt vorbei fahren und einen Winkelschleifer mit Trennscheibe kaufen.

Statt also zu mauern habe ich angefangen die restliche Drainage zu verlegen. Das ging ja soweit ganz gut. Doch dann habe ich einen Fehler gemacht. Den Spülschacht habe ich direkt unter ein Kellerfenster gesetzt. Da der Blick immer nach unten gerichtet ist, habe ich das gar nicht mitbekommen. Katja war auch inzwischen da und hat fleißig mitgeholfen die Drainage unter die Erde zu bekommen. Irgendwann am Abend fragte sie mich doch, ob der Spülschacht denn auch am Lichtschacht vorbei käme. Verdutzt habe ich da erst realisiert, dass es nie passen wird. Bevor wir jetzt wieder alles ausgraben, wollen wir versuchen die Aufsätze des Spülschachts schräg anzusetzen, dass es doch noch passen könnte. Falls das nicht funktioniert habe ich einen Riesen Bock geschossen. Wie ich den wieder ausbaden soll...

Das erste Stück Abwasser haben wir auch schon mal verlegt und die Drainage mit angeschlossen. Eine fummelige und zeitintensive Arbeit. Deshalb werde ich wohl morgen Urlaub nehmen müssen, damit die Abwassergeschichte endlich mal abgeschlossen wird. Zumal ja noch das Abwasser aus dem Gästezimmer auch noch nicht gelegt ist. Hier werde ich noch HT-Rohre besorgen müssen, die ich dann in den Abwasseranschluss anschließen muss. Das Split-Fundament für den Revisionsschacht muss auch noch gemacht werden. das heißt viel Splitt transportieren. Wie wir die Betonringe in die Grube reinbekommen sollen weiß ich auch noch nicht so genau. Der bestellte Radlader ist dafür leider nicht geeignet (aber ich habe ihn jetzt bis Dienstag). Vielleicht kann ich Volk davon überzeugen mal mit dem LKW vorbei zu kommen und die Ringe zu setzen. Mal sehen was sich ergibt....
Wir sind gespannt, aber zuversichtlich, dass wir bis spätestens Dienstag Abend alles fertig haben und die Baugrube verfüllt sein wird.

07.06.2006   24. Baustellentag
Heute morgen habe ich den Kernbohrer wieder zurückgebracht und war gespannt wie viel mm wir für die 4 Löcher abgenutzt haben. Es waren 0,2mm. Also nicht wirklich viel. Wir haben ja auch mit viel Wasser und langsam gebohrt. Pro Loch haben wir ca. 30 Minuten für das Anbringen, Einrichten und Bohren gebraucht.

Dann kam gestern noch das Paket mit den vier Sparten-Dübel. Eine riesen Kiste, die freundlicher Weise eine Nachbarin entgegen genommen hat. Beim Auspacken ist mir dann aufgefallen, dass die Dübel für Löcher von 62mm - 67mm gedacht sind, wir aber einen Bohrer mit 61mm Durchmesser hatten. Wir ahnen schlimmes. Heute Nachmittag wird sich dann zeigen, ob die Dübel passen oder wir doch heftig Nacharbeiten müssen.

Auf dem Weg ins Büro ist mir dann siedendheiß eingefallen, dass ich ja noch den Schlüssel vom Materialcontainer in der Tasche habe. Und der Container wird heute abgeholt. Da muss ich heute Mittag doch noch einen Abstecher über Altenstadt machen. Auf jeden Fall habe ich noch schnell eine Email geschrieben, dass ich Mittags den Schlüssel abgebe.

Gegen 13:30 bin ich auf der Baustelle angekommen. Der Container steht noch da, ist also nicht wie vereinbart abgeholt worden. Wir brauchen aber den Platz, also werde ich morgen früh noch mal anrufen. Katja hat noch im Baumarkt ein Gerüst gekauft und dabei noch ein Schnäppchen gemacht. Gute € 30,- günstiger als geplant. Während dessen habe ich die geflexten Steine vermauert und noch eine Reihe oben drauf gesetzt. Da konnten wir das Gerüst gut gebrauchen. Inzwischen hat die untere Seite Straßenniveau. Am oberen Teil des Hauses fehlt aber noch eine Reihe. Ich glaube wir lassen es jetzt erst mal so wie es ist, denn später soll der Mauerabschluss mit optisch ansprechenderen Steine gemauert werden. Morgen werde ich dann den oberen Teil der Mauer fertig machen und Katja fängt die Drainage an. Mal sehen wie weit wir kommen.

06.06.2006   23. Baustellentag
Heute morgen habe ich erst mal einige Telefonanrufe getätigt. Neben den Schachtverlängerungen habe ich auch schon mal den Quellmörtel bestellt. Beides hat eine Lieferzeit von ca. 1 Woche. Dann kam noch beim Geräteverleih die Reservierung eines Kernbohrgerätes mit den entsprechenden Dübel und den Bohrern dazu. Natürlich der Bagger und den Vibrationsstampfer für Freitag den 09.06.2006. Am Wochenende soll verfüllt werden; so zumindest der Plan. Dafür bekommt Kinzer den Baucontainer morgen zurück. Zum Verfüllen der Rohre habe ich dann noch 25t Recyclingsand mitbestellt. Ist besser als Splitt, der mit der Zeit die Rohre kaputt macht.

Um 12:00 Uhr habe ich dann schon Feierabend gemacht und bin über Altenstadt zuerst zum Geräteverleih gefahren und habe den Kernbohrer abgeholt. Danach dann noch schnell zum Volk 2 Eimer Bitumen eingeladen. Und weiter zur Baustelle, alles wieder ausladen und in die Baugrube verfrachten. Katja hat von ihrem Arbeitgeber leider nicht die Freiheiten wie ich. Also habe ich alleine den Bohrer für das erste Loch angesetzt. Was für ein Akt, aber es ging. Es hat nur lange gedauert. Als ich fast durch die Wand war, kam Katja dann auch an. Wir haben dann noch 3 weitere Löcher gebohrt. Eigentlich hätte noch ein weiteres Loch gebohrt werden müssen. Aber das wäre fast unter der Kellerdecke. Und für diesen Akt war uns der Bohrer dann doch zu schwer. Das Loch lassen wir vom Heizungsbauer machen. Soll der sich damit rum ärgern.

05.06.2006   22. Baustellentag
Heute morgen habe ich erst mal den Antrag zur Straßensperrung geschrieben, den wir heute noch bei der Gemeinde in den Briefkasten werfen. Damit müssen wir daran nicht mehr denken. Denn zur Zeit sind wir irgendwie etwas vergesslich geworden. Liegt das an der Arbeit oder der Müdigkeit?
Dann habe ich noch für die unmittelbare Nachbarschaft ein Infoblatt geschrieben, in dem wir für den 14.6.06 darum bitten, die Straße freizuhalten und Material so zu lagern, dass der Kran und die Tieflader ungehindert an unser Grundstück kommen. Mal sehen ob es hilft. Die Briefe werden wir dann am Dienstag verteilen.
Ansonsten ist wieder Mauern angesagt und evt. noch die vordere Drainage. Damit könnten wir dann die komplette Abwassergeschichte spätestens morgen abgeschlossen sein. Wir kommen dem Verfülltermin jetzt in großen Schritten näher. Hauptsache das Wetter hält sich in den nächsten Tagen noch einigermaßen.

Als erstes haben wir den Antrag auf Straßensperrung bei der Gemeinde in den Briefkasten geworfen und sind dann zur Baustelle gefahren.

Puh...heute haben wir wieder gemauert was das Zeug hält. Aber zuerst hat Katja die Betonsteine von oben über die Rutsche nach unten gleiten lassen, wo ich sie dann unten aufgesammelt und gestapelt habe. Uns kommt es so vor, dass wir viel zu viele Steine haben. Noch zwei Reihen und wir sind etwas über Erdniveau.
Im Anschluß an die Rutschpartie haben wir 2 Reihen gemauert und dann die Steine geflext, welche die Lücken schließen müssen. Eine riesen Sauerei. Es staubt und lärmt wie sonst was. Zwischendurch haben wir 2 Bohlen hinten vom Gelände auf die Kellerdecke gelegt, weil bald keiner mehr wegen der Mauer in den Keller kommt. Ich habe ja keine Probleme damit über eine Bohle zu laufen. Doch Katja hat unheimliche Höhenangst (Die Leiter ist schon schlimm genug) und so haben wir zwei Bohlen nebeneinander gelegt. Weil eine arg nachgegeben hat, habe ich noch eine dritte Bohle aufgelegt und vernagelt. Katja hat dann tapfer den Schritt gewagt und ist über den Bohlensteg auf die Kellerdecke gegangen.
Ich bin so stolz auf dich, Katja! Ich kann mir vage vorstellen was es dich an Überwindung gekostet hat da rüber zu gehen.

04.06.2006   21. Baustellentag
Nachdem wir erst mal ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt haben sind wir zur Baustelle gefahren. Katja hat das Flies auf das Styrodur gepinnt (verzinkte Nägel)und ich habe angefangen die Verschalung vom Fundament zu entfernen. Ich habe die Bretter ganz schön zusammen genagelt und hatte einige Mühe die Nägel wieder rauszuziehen. Während dessen hat Katja schon die erste Bahn Flies längs ums Haus gezogen.
Als Katja die zweite Bahn Flies angefangen hat, habe ich die ersten Steine gemauert. Nachdem sie fertig war, hat sie die schweren Steine angeschleppt. Wir haben erst mal die Steine vorm Keller verwendet. Wenn die alle weg sind, kann die vordere Drainage gelegt werden. So sind dann 7 Stunde vergangen und nach dem Aufräumen sind wir gegen 19:00 wieder Richtung alte Heimat gefahren.
03.06.2006   20. Baustellentag
Herrlicher Sonnenschein und blauer Himmel haben mich geweckt. Der Kaffee läuft schon durch. Nein, wir haben nicht auf der Baustelle übernachtet, dazu wäre es dann doch zu kalt im Keller. Die Sonne blinzelt nur so durch die Schlagläden, dass sie mir direkt ins Gesicht scheint. Und das hat mich wach gemacht. Habe ich das doch schon seit langer Zeit vermisst. Wenn das Wetter jetzt über Pfingsten so bleibt, wäre das super
Aber jetzt erst mal in aller Ruhe Kaffee trinken, dann in den Baumarkt und weiter zur Baustelle.

Gesagt, getan. Wir haben unsere 500kg Zement eingeladen, durch Zufall Drückergarnituren gefunden, die uns beiden gefallen haben und 11 Stück davon gekauft. Schon lustig... kein Haus, keine Türen, aber an den Drückergarnituren konnten wir nicht einfach so vorbei gehen. Zumal wir pro Stück so um die 6,- € gespart haben.
Dann aber nichts wie los zur Baustelle. Dort angekommen haben wir erst mal den Zement nach unten getragen. Also einen Stepper zur Fitness brauche ich nicht :-)
Das Fundament sah auch gut aus und es hat ordentlich abgebunden. Vielleicht können wir schon morgen anfangen die Mauer zu errichten.
Zum Warm werden haben wir erst mal die Ablaufrohre der Lichtschächte angebracht. Was für eine elende Fummelei. Die zum Lichtschacht gehörenden Untersätze passten nicht wirklich genau. Die zwei Schraubenlöcher waren genau da, wo die Schrauben nicht hinkommen. Mit viel Gefluche und noch mehr Kraft habe ich die Dinger dann doch unter den Schacht geschraubt bekommen. Also den Hersteller "WOLFA" können wir nicht wirklich empfehlen. Außerdem sind bei der Montage der Schächte bei zwei Schrauben einfach die Köpfe abgerissen. Das kommt gut wenn doch ALLE Schächte auf gleicher Höhe sein sollen. Also haben wir ein Loch in den Rahmen gebohrt und Schlagschrauben verwendet. Wolfa kommt uns nicht mehr ins Haus

Und dann ging es los. 3 Seiten sollten mit Styrodur beklebt werden. Das ist Katjas Aufgabe. Ich baue schon mal den dritten Lichtschacht an und möchte dann anfangen den Regenwasserüberlauf mit Split zu verfüllen. Zuerst haben wir Bitumen angesetzt und Styrodur nach draußen verfrachtet. Die ersten 2 Styrodurplatten habe ich angeklebt und danach Katja die Arbeit übergeben. Das ging einfacher als zuerst gedacht. Die erste Wand hatte keine Kellerfenster und war in Rekordzeit von Katja mit den Platten beklebt.
In der Zwischenzeit habe ich den einen Lichtschacht angebracht und festgestellt, dass wir doch 4 identische und gleich große hätten kaufen sollen. Die Mäusegitterfenster sind nämlich nur unwesentlich kleiner als die Thermopenfenster. So müssen wir jetzt noch zwei Schachtverlängerungen nachkaufen.
Nachdem der Lichtschacht endlich an der Wand hing habe ich mich daran gemacht viele Kilogramm an Splitt nach unten zu schaffen und dieses blöde Überlaufrohr zu verfüllen. Und Katja hat lustig das Styrodur verklebt. In einem Wahnsinnstempo. Nach 8h hatte ich keine Lust mehr, alles tut weh. Also habe ich Katja noch ein wenig zugeschaut, wie sie Styrodur klebt. So könnte es weitergehen. Ich spiele Bauaufsicht und Katja arbeitet.
Nachdem Katja dann das letzte Stück Styrodur verklebt hatte, haben wir schnell aufgeräumt und dann die Baustelle verlassen. Jetzt heißt es nur noch...hunger...essen...bett....

02.06.2006   19. Baustellentag
Das Wetter verspricht ja einiges; es soll trocken bleiben. Das käme uns mehr als gelegen. Katja würde nämlich heute gerne die Styrodurplatten auf das Bitumen kleben und ich könnte das Fundament für die Außentreppe bauen, damit wir über Pfingsten mauern können.

Bauwetter, wie es besser nicht sein kann. Da ich noch vor Katja an der Baustelle war, habe ich sofort angefangen die Maurerplane zu verlegen und die Bewehrung einzulegen. Als ich die erste Fuhre Zement angesetzt habe, kam auch Katja von der Arbeit zur Arbeit. Gemeinsam haben wir dann in 4h das Fundament gegossen. Katja hat immer den Mischer neu angesetzt und ich habe den Zement dann verteilt. Katja, das war toll, wie du das gemacht hast! Aber wir haben doch mehr an Zement verbraucht als wir gedacht hatten. 850kg Zement hat das Fundament gefressen. Also müssen wir morgen noch mal 500kg kaufen, damit für die Stufen auch noch was da ist.
Jetzt muss nur noch alles schnell abbinden, dann können wir anfangen zu mauern.

Wir haben dann noch schnell aufgeräumt und sind einkaufen und dann nach Hause gefahren. Im Briefkasten stapelte sich wieder Post. Natürlich nur Rechnungen, die wir unter Kosten wieder aufführen.

01.06.2006   18. Baustellentag
Sommeranfang....und das Wetter schlägt weiterhin seine Kapriolen. Aprilwetter im Juni können wir doch alle nicht gebrauchen. Heute Nachmittag steht der zweite Lichtschacht als erstes auf dem Plan....und schon gekippt...Katja hat per SMS vorgeschlagen zuerst das Fundament der Außentreppe zu gießen. OK, überredet. Dann können wir am langen Wochenende Mauern. Kommt der Lichtschacht eben später an die Wand. Mal sehen ob der Kran vom Nachbarn uns den Betonmischer in die Grube setzt, sonst müssen wir Eimer für Eimer in die Grube schaffen oder erst noch eine Rutsche bauen.
Das bedeutet für mich aber auch, dass ich für die Bewehrung noch mal beim Baustoffhandel vorbei und damit ehr aus dem Büro muss.

Auf dem Weg zur Baustelle bin ich beim Baustoffhandel Volk in Altenstadt vorbeigefahren und habe 20 kleine Betonsteine abgeholt, die unter die Bewehrung als Abstandshalter sollen. An der Baustelle angekommen war zwar Katja's Auto da, aber von Katja keine Spur. Also habe ich erst mal die Steine ausgeladen. Während dessen viel es mir ein...weiter unten wurde ein Massahaus gestellt. Das schaut sich Katja ganz bestimmt an. Und richtig. Wie ich mich auf den Weg mache kommt mir Katja entgegen und wir haben uns gemeinsam angeschaut, was in 13 Tagen auch bei uns passieren wird. Ist schon interessant anzuschauen. Doch die Arbeit ruft.
Als erstes haben wir den zweiten Lichtschacht angebracht und uns Gedanken über das Fundament gemacht, welches wir noch anlegen müssen. Leider war der Kran vom Nachbarn schon außer Betrieb, doch während ich so vor mich hinbohre hören wir, wie der Kran betätigt wird. Katja ist dann sofort los und hat nachgefragt, ob sie uns den Betonmischer in die Baugrube setzen können. Als ich sie dann "RALF" rufen höre, wußte ich bescheid und habe alles stehen und liegen lassen. So schnell war ich noch nie aus der Baugrube raus.
Schnell den Betonmischer aus dem Container geholt und ruckzuck war er unten im Keller. Hier unser allerherzlichsten Dank an die Firma Heutzenröder. Jetzt können wir den Zement für das Fundament direkt aus dem Mischer in die Verschalung kippen. Leider ist das dann doch nicht so die gute Idee. Lieber fangen wir hinten an und arbeiten uns zum Eingang vor. Am Pfingstwochenende kann dann gemauert und die ersten Stufen gegossen werden.

So nebenbei habe ich dann noch die letzten Bewehrungsmatten geflext. Dann war erst mal Pause angesagt.
Wir warten auf unseren Bauleiter, der den Keller abnehmen möchte. Um 18:00 will er da sein. Noch etwas Zeit 800 kg Zement aus dem Baucontainer nach unten in den Keller zu verfrachten. Katja hat oben immer einen Sack aus den Container geholt und ich stand auf der Leiter und habe mir den Sack auf die Schulter legen lassen. Dann die Leiter runter und ab in den Keller.
Nach dem der Zement verstaut war haben wir uns in die Sonne gesetzt und auf unseren Bauleiter, Herr Buhlmann, gewartet. Es ist auch mal schön nichts zu tun :-)
Gegen 18:00 Uhr fuhr dann ein Auto mit SIM-Kennzeichen vorbei. Nach Vorstellung und Austausch von Bau-Anekdoten hat er sich ans Werk gemacht den Keller zu vermessen und abzunehmen. Alles im grünen Bereich. Susanne und Jens dürften "unseren" Bauleiter auch kennen.
Es war recht frisch, schon fast kalt, und Katja habe ich nach Hause geschickt, da ich noch auf die Unterlagen warten musste. Nach Unterschrift bin ich dann auch schnell losgedüst.