Korsika 2008

Auch in diesem Jahr hat es uns in unserem Urlaub wieder nach Korsika getrieben. 3 Wochen haben wir uns erholt, Sonne getankt und es uns gut gehen lassen.

Anreise 12.9. und 13.9.2008

Schon sehr früh haben wir unsere Unterkunft und die Fähre gebucht und die Tage bis zum Urlaub ungeduldig gezählt.

Am 12.9. hat es uns schon früh am Morgen aus dem Bett getrieben. Frühstücken und Packen ging in einem Wahnsinnstempo. Um 7:46 Uhr wurde der Motor gestartet und die ersten Meter in einen hoffentlich schönen Urlaub zurück gelegt.

Wissend, dass unsere drei Stubentiger gut versorgt sind, haben wir die gut 1100km nach Ghisunaccia in Angriff genommen. Um 23:00 Uhr soll die Fähre in Savona ablegen. Mit reichlich Pausen und diesmal ohne Stau bei Mailand erreichen wir den Hafen noch im Hellen und haben sagenhafte 4 Stunden Zeit. Aber aus den 4 Stunden wurden dann doch noch mehr, denn die Fähre verspätet sich um einiges. Und an ausreichend Schlaf ist, trotz Kabine, nicht mehr zu denken.

Aus den Erfahrungen des letzten Jahres habe ich mir Kaugummis gegen Reisekrankheit besorgt und kaue was die Kiefer hergeben. Wie sich später zeigt hat es anscheinend funktioniert. Denn die verspätete Überfahrt nach Bastia ist ganz schön wellig. Mit einem Pietra stoßen Katja und ich auf unseren Urlaub an und begeben uns dann in die Kabine.

1. Urlaubstag

Noch im Dunkeln sitzen wir morgens früh an Deck und sehen Bastia langsam auf uns zukommen und fühlen uns so, als wenn wir nach langer Zeit nach Hause kommen. Als wir die Fähre verlassen ist es schon hell. Das letzte Stück legen wir in knapp einer Stunde zurück. Wir sind da und als erstes geht's natürlich an den Strand. Luft 25 Grad und Wasser nicht wesentlich kälter. Der Urlaub kann also beginnen. Wir besuchen Alex und Dieter, die schon seit einer Woche in Korsika sind. Bei einer Tasse Kaffee erzählen wir uns gegenseitig was es so neues gibt.

Unseren Bungalow können wir schon früher beziehen als geplant, was uns natürlich entgegen kommt. Nachdem alle Sachen ausgepackt und verstaut sind stand erst mal einkaufen auf dem Programm. Der Supermarkt war dann auch schnell geplündert. Schon nach kurzer zeit hatten wir dann auch unseren eigenen Mitbewohner. Eine wild lebende Katze macht es sich mit uns gemeinsam auf der Terrasse gemütlich. Und diese Katze ist uns dann auch bis zum letzten Tag treu geblieben.

Sonne, Strand und Meer

Die ersten Tage haben wir an unserem einsamen Strand verbracht. Die Sonne genießen und immer wieder mal eine Abkühlung im Mittelmeer, mehr wollten wir anfangs nicht. Einfach nur faulenzen.

Besuch im Club Corsicana

In der ersten Urlaubswoche haben wir mal einen kurzen Abstecher gemacht, da das Wetter nicht so wirklich prickelnd war. Knapp 40km weiter nördlich schien dafür die Sonne und wir haben uns mal beim Club Corsicana umgesehen. Eine wirklich schöne Bungalow-Anlage als mögliche Anlaufstelle in einem unserer nächsten Korsika-Urlaube,

Strandhopping von Solenzara nach Porto-Vecchio

Irgendwann hatten wir dann doch genug vom Faulenzen und haben uns kurzerhand auf den Weg gemacht und ein paar Strände weiter im Süden angefahren. Es zeigte sich leider sehr schnell, dass der Kommerz auch an der Ostküste Einzug hält. Überall werden Ferien- und Wohnanlagen gebaut. Zum Glück aber nicht so extrem wie an der Westküste. Trotz allem gibt es aber noch die wunderschönen Sandstrände. Nach einem kurzen Bummel in Porto-Vecchio und einem leckeren Espresso haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht.

Strand-Gedanken

Wenn man so am Strand liegt kommen einem schon die tollsten Gedanken. Irgendwie ist das Leben hier auf Korsika um einiges gelassener als im kalten Deutschland. Warum also nicht mal Immobilienanzeigen studieren und nach möglichen (Ferien)Häuser Ausschau halten. Und aus dem Lesen der Anzeigen hat sich dann auch die nächste Tour ergeben. Einfach mal sehen, wo es einem gefallen könnte.

Unser Traum vom eigenen Grundstück

An einem der nächsten Tage ging es also mit dem Auto los. Ursprünglich wollten wir ein Thermalbad in der Nähe besuchen. Doch da wir für die Besitzer anscheinend Luft waren haben wir uns entschlossen noch ein wenig herumzufahren. Und wir haben Plätze mit sagenhaften Ausblicken auf die Ostküste gefunden. Hier ein eigenes Haus, davon haben wir geträumt.

Auch auf einem späteren Ausflug nach St. Florent haben wir wundervolle Ausblicke genießen können. Und mit diesem ständigen Gedanken nach einem eigenen Grundstück im Hinterkopf, schaut und sieht man auch anders als sonst. Aber leider wird das wohl immer nur ein Traum bleiben.

Plötzlich sind 3 Wochen um

Nachdem man das Zeitgefühl gänzlich verloren hat haben wir entsetzt festgestellt, dass der Abreisetag schon bedrohlich nahe gerückt ist. Wieso muss ein Urlaub immer so schnell vorüber sein?

So haben wir die letzten Tage noch mal unseren einsamen Strand genossen und auch am letzten Tag morgens um 10:00 Uhr noch ein letztes Mal im Mittelmeer geschwommen und uns die Sonne auf den Pelz brennen lassen.

Schweren Herzens haben wir unsere Sachen gepackt und haben uns am späten Nachmittag auf den Weg nach Bastia gemacht. Unsere Fähre war schon da und wir konnten knapp 2 Stunden vor dem Auslaufen schon auf's Schiff. Pünktlich um 21:00 Uhr wurde abgelegt und die Heimreise begann. Mit einer Träne im Auge haben wir unsere zweite Heimat an uns vorbei ziehen lassen (müssen). Wie gerne wären wir doch geblieben.

Rückreise

Mit heftigem Wellengang haben wir die Nacht in unserer Kabine verbracht und sind ganz schön in den Betten durchgeschaukelt worden. Auch diese Nacht konnte ich dank der Kaugummis schadlos überstehen. In der Morgendämmerung erreichen wir Savona und schiffen aus.

Bis in die Schweiz hält sich das Wetter, doch mit erreichen der Grenze zu Deutschland fängt das Schmuddelwetter an. Kein wirklich schöner Anblick nach 3 Wochen Sonne. Nach ewig langer Zeit erreichen wir dann wieder unsere eigenen 4 Wände. Mit etwas Sorge steigen wir aus dem Auto aus, denn ob unser 18 Jahre alter Kater noch auf uns wartet wissen wir nicht. Wir hatten darum gebeten uns nichts zu sagen, falls etwas sein sollte.

Doch als erstes miaut uns Mitzko an. Wie zum Henker kommt der denn raus in den Garten? Katja hat ihn dann gerufen und ins Haus getragen. Danach haben wir uns natürlich auf die Suche nach Seppel gemacht. Wohnzimmercouch - nichts. Computerzimmer - nichts. Schlafzimmer - da liegt er und pennt. Was für eine Erleichterung. Die Begrüßung durch unsere drei Stubentiger fällt entsprechend aus. Knuddeln was das Zeug hält.

Und wie Mitzko die umzäunte Terrasse überwindet, wissen wir inzwischen auch. Er klettert frech die Sichtschutzelemente hoch. Über die Katzenwendeltreppe geht er jetzt auch und hat so die Möglichkeit sich frei zu bewegen.

Somit hat also unserer Korsika-Urlaub 2008 ein gutes Ende genommen. Jetzt heißt es nur noch die mitgebrachten Fikadellis vor den Katzen zu verstecken, uns hin und wieder ein Pietra oder ein Glas Wein gönnen und uns auf unser nächstes Korsikaabenteuer freuen. Bis dahin sind es ja nur noch so ungefähr 340 Tage.

I Muvrini

Als krönenden Abschluss unseres diesjährigen Urlaubs waren wir gestern (8.10.2008) in Darmstadt auf dem Konzert von I Muvrini. Zum zweiten Mal in diesem jahr übrigens. Ein Hörgenuss pur und eine riesen Stimmung vor einem kleinen aber feinem Publikum. Mit viel Wasser in den Augen und reichlich Gänsehaut haben wir die Musik genossen.

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