Ausbau-Tipps |
| StromkabelZum Inhaltsverzeichnis |
Beim Verlegen der Verkabelung, egal ob duch den Elektriker oder einem selbst, sollte man auf folgende Punkte achten:
|
| Abfälle Steinwolle/PlastikZum Inhaltsverzeichnis |
Der anfallende Verschnitt der Steinwolle sollte schnellst möglich in Säcke verpackt werden.
Schnell türmt sich sonst ein Berg voll Reste auf, der einem nur im Weg rum liegt.
Frühzeitig sollte man sich auch darüber informieren, wo der Abfall entsorgt werden kann. Viele Bauhöfe nehmen nur haushaltsübliche Mengen an. Und über 50 Sack a 120l sind eben keine solche Mengen und kosten dann entsprechend. Als Alternative und zum Preisvergleich bietet sich hier ein Recyclinghof an. Wir haben uns für den Recyclinghof entschieden. Zwar könnten wir auch immer nur Kofferraummengen mehrmals in der Woche zum Bauhof fahren. Doch der Zeitaufwand und die Häufigkeit der Fahrerei rechnen sich nicht gegenüber einer einmaligen Fahrt mit vollgepacktem Anhänger zum Recyclinghof. |
| KabelplanZum Inhaltsverzeichnis |
Egal ob man die Elektroverkabelung selbst macht oder durch einen Elektriker machen läßt. Nach Verlegen der Kabel in Wände und Decken
sollte unbedingt dokumentiert werden wo genau die Kabel verlaufen.
So weiß man später genau wo die Löcher für Schalter und Steckdosen zu bohren sind. Und natürlich auch für später, wenn man Regale, Bilder usw. an der Wand anbringen möchte. Wir haben sowohl Fotos gemacht als auch auf den Grundrissplänen alle Kabel mit Abständen zu Wände, Türpfosten usw. eingetragen. |
| Konterlattung/Markierung auf RigipsZum Inhaltsverzeichnis |
Die Konterlattung unter den Decken wird für die Anbringung der Rigipsplatten benötigt und muss genau ausgemessen werden.
Zuerst hatten wir vor eine Setzlatte (Lattenlehre) zu verwenden bzw. uns eine aus Holz selbst zu bauen. Doch schnell mussten
wir feststellen, dass die gelieferten Konterlatten unterschiedlich breit sind (75-80mm).
Folglich konnten wir diese Vorhaben streichen und auf die gute alte Methode mit Zollstock und Bleistift zurück greifen.
Hier muss unbedingt auf genaues Einhalten der vorgegebenen Maße geachtet werden.
Schon nach der Rigipsplatten haben wir festgestellt, dass die Markierungen auf der Dampfsperre unter der Decke nicht sinnvoll sind, sondern
besser am Rand auf der Wand gekennzeichnet werden. Und zwar immer die Mitte der Latte.
Mit einer Schlagschnur kann jetzt die genaue Position der Latte unter der Rigipsplatte markiert werden.
Mit dieser Methode ist sichergestellt, dass die Schrauben immer an der richtigen Stelle positioniert werden und keine Luftlöcher entstehen, die wieder zugegipst werden müssen. |
| KlebebandZum Inhaltsverzeichnis |
Da das von Massa gelieferte Klebeband für die Dampfsperrfolie nicht für Ecken, Kanten oder zum Abdichten von
Kabeldurchführungen geeignet ist (es reißt sehr leicht), muss Ersaz gekauft werden. Gute Erfahrungen haben wir mit mit Rissan und Sicrall
von SIGA gemacht. Rissan ist flexibel und daher geeignet die Kabeldurchführungen
in der Dampfsperre abzudichten. Sicrall eignet sich für Ecken und Kanten und ist steifer als das Rissan.
Kleben tun beide wie die Hölle. Es ist schwer wieder von den Fingern anzubekommen.
Rissan für das Abdichten von Kabeldurchführungen.
Sicrall für z.B. Ecken, Verkleben von Kanten bei den Fenster |
| Rigips an DachschrägenZum Inhaltsverzeichnis |
Das Anbringen von Rigips unter Dachschrägen und der Decke hat einige Probleme verursacht.
Zum Einen das Ausmessen der Konterlattung. Hier habe ich die 4 Latten auf die 125cm Breite
teilweise doch grob geschätz angebracht. Man verschätzt sich nämlich damit, wie die Platten von
Decke und Schräge zusammenkommen. Da wir aber reichlich Konterlatten zur Verfügung haben
konnten wir so manche aus der Flucht laufende Latte mit einer weiteren ausgleichen.
Zum Anderen die Reihenfolge welche Platten zuerst angebracht werden sollten.
Nach unseren Erfahrungen ist es am einfachsten zuerst die Rigipsplatte am Übergang an der
Dachschräge zur Decke anzubringen. Erst danach dann die Platte unter der Decke
zur Dachschräge. So hat man saubere Übergänge und Stoßkanten.
Im umgekehrten Fall hatten wir viele Probleme damit die Platte an der Dachschräge so anzubringen,
dass die Konterlattung noch passt.
|
| Zeit/Urlaub richtig einteilenZum Inhaltsverzeichnis |
Wer sich ein Ausbauhaus gekauft hat sollte seinen Jahresurlaub richtig planen.
Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass wir unseren Urlaub teilweise falsch geplant haben. Alles dauert immer länger als man es ursprünglich einplant. Vor allem die vielen Kleinigkeiten nehmen sehr viel Zeit in Anspruch. Und von diesen Kleinigkeiten gibt es sehr viele. Wir hatten uns 1 Woche Urlaub genommen für die Arbeiten an der Kellerisolierung. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt. Bitumen läßt sich nun mal nicht bei strömenden Regen aufbringen. Da sind 4 Tage verloren gegangen, an denen wir nichts machen konnte. Da man also für Keller, Abwasser usw. auf das Wetter angewiesen ist sollte man versuchen sich seinen Urlaub nehmen zu können, wie er benötigt wird. Hier ist man dann auf seinen Arbeitgeber angewiesen. In Katja's Fall bestand da keine Chance wegen ihrer Wechselschicht und einem etwas unfelxiblen Arbeitgeber. Meiner war dagegen sehr kooperativ und ich konnte bei trockenem Wetter kurzfristig immer halbe Tage der Arbeit fern bleiben. Also früh genug mit seinem Arbeitgeber sprechen und versuchen möglichst nach Wetterlage kurzfristig Urlaubstage nehmen. Wenn das Haus dann endlich gestellt wurde möchte man ja schnellst möglich anfangen auszubauen. Auf der einen Art ist das ja auch verständlich. Auf der anderen Art sollte man auch hier vorsichtig mit seinem Urlaub umgehen. Wer, wie wir, keine Bekannten hat, die mehr oder weniger regelmäßig mithelfen können verplempert sehr schnell seine kostbaren urlaubstage. 2 Tage haben wir allein schon dafür gebraucht die Dämmwolle und das Rigips ins Haus zu bringen, dass zwei Tage nach der Hausstellung erst geliefert wurde. Dabei sollte man sich schon im Vorfeld Gedanken machen was wo hin kommt und später benötigt wird. Sonst räumt man ständig um und immer steht alles gerade da im Weg wo man arbeiten muss. Wir hatten keine Bautreppe und mussten Span- und Rigipsplatten per Hand ins Obergeschoss bringen. Ein riesen Aufwand; kräfte- und zeitmäßig. Dann geht es los mit Dämmen, Dampfsperre und Rigips. Hier macht man als Anfänger am Anfang die meisten Fehler und viel Zeit geht verloren. In unserer Euphorie hatten wir 3 Wochen urlaub genommen und sind davon ausgegangen, dass in dieser zeit fast alles fertig ist. Irrtum! Wieder sind es die berühmten Kleinigkeiten, die wahnsinnig viel Zeit fressen. Unser Tipp daher: Erst mal schauen wie die einzelnen Arbeitsschritte zu bewerkstelligen sind und versuchen diese Abends und vor allem am Wochenende auszuführen. Da wir Heizung, Elektro und Sanitär durch Sub-Unternehmen ausführen lassen bleibt uns wenigstens diese Arbeit erspart. Trotzdem sind einige Vorbereitungen zu treffen und bestimmte Ecken und Wände müssen offen bleiben und können erst viel später beendet werden. Erst wenn man den Bogen raus hat sollte man sich ein paar Tage Baustellen-Urlaub nehmen, um zügig die einzelnen Arbeiten erledigen zu können. Viel später benötigt man noch reichlich Tage für die Restarbeiten, bevor dann endlich der Estrich kommt. Und danach ist ja auch noch einiges zu tun. Fazit: Urlaub sparsam und mit bedacht verplanen. |
| Rigips und der Versatz (Kreuzfugen)Zum Inhaltsverzeichnis |
Wer vor hat seine Wände und/oder Decken zu tapezieren sollte unbedingt auf folgende Punkte achten:
Der Grund liegt darin, dass die Tapete später an den nichtversetzten Kanten Risse bilden kann. Wer keinen Versatz der Rigipsplatten hat, sollte beim Verspachteln der Kanten unbedingt darauf achten, dass unmittelbat nach der ersten Lage Gips das Dehnungsband aufgebracht wird und nochmals mit Gips die Kanten glatt zieht. Da wir Panele unter die Decken machen und statt Tapete bei uns Putz an die Wand kommt, brauchen wir auf den Versatz nicht zu achten. Ein weiterer Vorteil von Putz ist, dass wir nach dem Verspachteln nicht auch noch Schleifen müssen. |
| Rigips und Fenster/TürenZum Inhaltsverzeichnis |
Teilweise sind ja die Flächen rund um Türen oder an den Innenseiten der Fenster sehr knapp bemessen. Zwischen 7,5cm und 3cm ist bei uns bisher alles vorgekommen.
Damit es nicht noch schmaler/enger wird sollte man die Reihenfolge beachten, mit der man Rigips an die Wandflächen aufschraubt.
Denn je schmaler der Streifen Rigips ist, desto problematischer wird das Anschrauben. Rigips bricht halt leicht.
Wir haben festgestellt, dass zuerst der schmale Streifen Rigips angebracht und dann die angrenzende Platte angeschraubt werden sollte. Das hat, wie schon geschrieben, den Vorteil, dass der Streifen nicht noch schmaler wird.
Hier mal ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte:
Die von links kommende Platte (1) haben wir zuerst montiert. Dadurch wird aber der rechts davon angebrachte Streifen (2) um fast 1,5 cm schmaler. Um diesen Streifen dann ohne Bruch anzuschrauben bedufte es einen ruhigen Zeigefinger, der den Akkuschrauber nicht zu schnell drehen läßt. Besser ist es in solchen Fällen zuerst die schmale Kante mit Rigips zu beplanken und dann die große Platte von Links dagegen stoßen zu lassen. So verfahren wir zumindest seit dieser Feststellung und es funktioniert wunderbar. |
| Wann die Innenwände beplanken?Zum Inhaltsverzeichnis | Hin und wieder werde ich gefragt, warum wir nicht die Wände Zimmer für Zimmer fertig machen. So wie wir zur Zeit im EG nur die Außenwände beplankt haben und dort auch zuerst das Rigips anbringen werden. Da ist kein Geheimnis dabei, warum wir so vorgehen. Solange die Innenwände offen sind, bekommt man jede Span-/Rigipsplatte an jeden Ort in der Etage. Die Innenwände machen wir ganz zum Schluß und das auch mit Plan. 2,60m lange PLatten lassen sich nicht mal eben um irgendwelche Ecken bringen. Deswegen sehen wir zu, dass wir die Platten so anbringen, dass wir immer noch durch eine Lücke in einen Nebenraum können und schließen diese Lücken erst ganz spät. |
| KabelkanäleZum Inhaltsverzeichnis | Nachdem wir jetzt fast alle Wände mit Rigips beplankt haben ist es mit eingefallen, dass wir auf den Giebelseiten Kabelkanäle zwischen EG und OG hätten einbauen sollen. So könnte man später noch ohne Probleme weitere Kabel einfach und schnell verlegen. Tja, für uns ist es zu spät, aber vielleicht hilft diese Idee anderen weiter, die noch oder bald beim Innenausbau sind. |
| SteckdosenlöcherZum Inhaltsverzeichnis |
Wir haben ja das Elektropaket von Massa mitgekauft. Vom Elektriker haben wir dann einen Zettel bekommen, auf dem die Höhen und
Bohrlochdurchmesser für die Steckdosen, Schalter und Raumthermostate angegeben sind. Und um die Raumthermostate geht es hier.
Angegeben ist ebenfalls ein Bohrloch von 68mm. Das kam mir schon komisch vor und ich habe mal beim Heizungsbauer nach den Maßen
der Thermostate gefragt. Genannt wurden mir Außenmaße von 7,3 cm. Und ich bekam den Hinweis, dass die Thermostate auf der Wand
installiert werden. Irgendwie logisch, da sie sonst nicht korrekt die Temperatur messen können.
Also erst fragen, dann bohren. Wir werden die Löcher für die verhältnismäßig dicken Kabel auf jeden Fall nicht in 68mm bohren, sondern höchstens 35mm. Größer machen geht ja dann immer noch. Kleiner machen ist da viel schwerer ;-) |
| KabelplanZum Inhaltsverzeichnis |
Vor dem Beplanken der Wände sollte man sich einen genauen Kabelplan machen. Neben Fotos habe ich auch die Maße notiert und mich dabei immer
an einer Raumecke oder einen anderen Bezugspunkt orientiert. Das Ganze habe ich dann im Grundrissplan eingezeichnet. Auch die verlegten Kabel
unter der Decke stehen da drinn.
Auf dem Fußboden sind zusätzlich noch Markierungen angebracht. Diese Kennzeichnen sowohl die Lage der Kabel, als auch die der Balken, der jeweiligen Fächer. So kann man halbwegs sicher sein kein Kabel anzubohren, die Kabel auch zu finden und kommt nicht in die Verlegenheit einen Balken zu erwischen. Später ist uns noch eingefallen, dass wir die Anzahl der Kabel hätten aufschreiben sollen. Denn teilweise sind ganze Kabelbäume hinter der Beplankung versteckt. Und wenn sich ein Kabel soweit verschiebt, dass man es mit den Fingern nicht mehr ertasten kann, wenn man durch das Bohrloch greift, dann ist das mit Sicherheit nicht so gut. Außerdem sollte man nicht den Fehler machen mehrere Kabel mit Isolierband zusammen zu binden. Das erschwert einem nämlich später die Kabel durch das Bohrloch zu bekommen. Man muß ja das Kabel noch einige cm nach oben schieben, bevor man das Ende zu packen bekommt. Rausbiegen geht auf Grund der Steifigkeit der Stromkabel nämlich schlecht. Und einen Kabelbruch oder abgebröckeltes Rigips möchte man sich auch nicht leisten. |
| Estrich im OG bei bodentiefen Fenster mit FußbodenheizungZum Inhaltsverzeichnis |
Sind im Obergeschoss bodentiefe Fenster eingebaut und eine Fußbodenheizung vorgesehen, kann der Randdämmstreifen
für den Estrich nur gerade am Fenster vorbei verlegt werden. Es bleibt also eine Lücke, die nicht vom Estrich
überdeckt wird.
Hier ein Beispiel was passiert,
wenn der Randdämmstreifen mangels Aufbauhöhe nicht bis an den Fenster Rahmen gelegt werden kann.
Schon bevor der Estrich kommt sollte diese Lücke mit Bauplatten oder Rigipsplatten aufgefüttert werden. Wenn der Estrich verlegt wurde, ist es bedeutend schwieriger die Lücke entsprechend aufzufüttern, da es doch Bögen und dergleiche geben kann.
Und so kann man die Lücke später doch noch schließen. Unser Estrichleger einen Tipp gegeben..
Da Estrich nicht in Frage kommt (Reißt und knarzt), muss Bauschaum her. Mit diesem wird die Lücke Ausgeschäumt.
Oben drau kommt dann eine Rigips- oder Bauplatte (Doit, Domo o.ä.). Die Platte wird mit dem darunter liegenden Holzbalken
verschraubt und auf die Estrichhöhe angeglichen. So kann der Bauschaum die Platte nicht hochdrücken. Nach der Aushärtung
hat man dann eine trittfeste Oberfläche, die nicht knarzt und reißen kann.
Nachtrag:
Wir werden keinen Bauschaum zum auffüttern verwenden, sondern Bauplatten von DoIt (1cm stark). Die sind absolut trittfest und lassen sich einfach mit Dünnbettmörtel verkleben bzw. mit Flexkleber die Lücken füllen. |
| Steckdosen und FliesenZum Inhaltsverzeichnis |
Auch wenn es trivial sein mag, möchte ich auch zu diesem Thema etwas schreiben.
Denn als ich den Fliesenspiegel in der Käche angebracht hatte, stand ich plötzlich vor dem Problem, dass die Steckdosen nicht mehr befestigt werden konnten. Die waren nämlich in den Hohlwanddosen festgeschraubt und natürlich wollte ich sie auch wieder festschrauben, nach dem die Fliesen an die Wand geklebt worden sind. Doch die Schrauben waren selbstverständlich zu kurz. Und vor lauter Betriebsblindheit habe ich überhaupt nicht daran gedacht, dass Steckdosen ja auch noch Klammern zur Befestigung in den Hohlwanddosen haben. Erst ein Tipp eines befreundeten Bauhherrenpaars aus der Nachbarschaft hat mich dazu veranlasst, mir mit der flachen Hand mal kräftig vor die Stirn zu hauen. Es ist zwar etwas fummelig mehrere Steckdosen nebeneinander auf das selbe Niveau zu bekommen, aber mit etwas Geduld klappt das dann. Und schon passen auch die Abdeckungen. |
| Massa AusbauanleitungZum Inhaltsverzeichnis | Wie ich gehört und gelesen habe wird die Ausbauanleitung inzwischen als PDF auf CD dem Bauherren in die Hand gedrückt. Da geht Massa wohl davon aus, dass jeder Bauherr einen PC und vor allem einen Drucker zu Hause stehen hat. Sicherlich ist es preiswerter eine CD zu produzieren und aktuell zu halten, als eine bereits gedruckte Version der Ausbauanleitung. Doch wer noch in den Genuß kommt eine gedruckte Ausbauanleitung zu erhalten oder die PDF-Seiten ausdruckt, sollte sich vom Bauleiter die Passagen streichen lassen, die für den auszubaueneden Haustyp nicht in Frage kommen. So wurde es zumindest bei uns gemacht. Und es hat uns viel an Arbeit und Hinterfragen erspart, da doch einzelne Ausbauabschnitte mehrfach ja nach Haustyp in Kleinigkeiten mit unterschiedlichen Arbeiten aufgeführt sind. Wer also den Ausbau selbst in die Hand nimmt, sollte sich von seinem Bauleiter alle nicht zum Haustyp passenden Arbeiten streichen lassen. |
| PutzZum Inhaltsverzeichnis |
Wegen unserer Katzen haben wir uns entschlossen statt Tapeten lieber Putz an die Wände zu bringen.
Die (Rigips) Wände müssen mit Tiefengrund vorbehandelt werden. Einen Qualitätsunterschied anhand des
Preises konnten wir bei der Grundierung nicht erkennen. Eine Vorbehandlung der Wände war durchweg ausreichend.
Außenecken sollten mit Kantenprofilen versehen werden. Für Innenecken gibt es Papierstreifen, die bereits einen angedeuteten Knick eingearbeitet haben. Diese Streifen werden über den Putz in die Ecken gebracht und gehalten. Münchener RauputzBeim Münchener Rauputz sollten die Rigipsplatten nach der Grundierung noch mit billiger weißer Wandfarbe gestrichen werden. Denn sonst scheint eventuell das hellgrau der Rigipsplatte später durch.Wir haben 3mm und 2mm Körnung ausprobiert. Beide Körnungen wirken sehr rustikal. Auf großflächigen Wänden mag das noch wirken. Doch auf kleinen Flächen sieht das Ergebnis nicht mehr allzu schön aus. Gerieben wird der Putz mit einer glatten Kunststoffscheibe. Beim Reiben hat man das Gefühl, als wenn die Hälfte des aufgebrachten Putzes auf den Boden fällt. Innen- und Außenkanten sind schwierig zu gestalten und nur mit Mühe bekommt man als Laie wirklich saubere Kanten und Ecken. Durch das Reiben schiebt man bei Innenecken ständig den Putz auf die andere Wand. Und wenn die bereits verputzt ist, bekommt man Probleme das überschüssige Material wieder zu entfernen. Bei Außenkanten passiert es meist, dass durch das Reiben mit der Kelle der Putz sich wieder löst oder unschöne Gebirge bilden sich. ScheibenputzDiese Erfahrung hat uns dann veranlaßt es mit Scheibenputz in 2mm Körnung zu versuchen. Das Aufbringen geschieht, wie beim Rauputz knirsch. Der Putz hat eine etwas andere Konsistenz und läßt sich einfacher auf die Wand bringen. Es fällt weniger Putz auf den Boden als beim Rauputz.Die Struktur erhält man mittels einer Kelle mit einer Moosgummifläche. Durch flaches Aufsetzen und Ziehen unter sanftem Druck werden die Körner an die Oberfläche gezogen. Es bilden sich kleine Knubbel, die letztendlich den Scheibenputz ausmachen. Da hier nicht gerieben wird, landet auch viel weniger Putz auf den Boden. Eine saubere Sache, die auch einem Laien leicht fallen sollte. Auch Ecken und Kanten lassen sich mit Scheibenputz sehr viel ordentlicher ausarbeiten. Übergänge sind so gut wie nicht zu erkennen. Der Scheibenputz gefällt uns von der Optik und der Verabreitung her um vieles besser, als der Rauputz. Und wir überlegen, ob wir den in der Küche verwendeten Rauputz mit Scheibenputz ersetzen sollen. Die Frage stellt sich nur, ob der Scheibenputz direkt auf den Rauputz aufgebracht werden kann. Das werden wir beizeiten mal ausprobieren. Hier noch zwei Bilder, die den Unterschied zwischen Rau- und Scheibenputz verdeutlichen sollen: Münchener Rauputz: Scheibenputz: Im Bauhaus haben wir den Scheibenputz gekauft. Bisher haben wir keinen Qualitätsunterschied innerhalb einer Charge feststellen können. Alle bisher verwendeten Säcke ergaben jeweils eine einheitliche Weißfärbung. Ob der Putz zum selbst anrühren in Säcke oder Fertigputz in Eimer verwendet wird, bleibt jedem selbst überlassen. Die Putze in Säcke sind mit € 7,- bis € 9,- um einiges preisgünstiger als Fertigputz mit € 23,- bis € 25,-. Der Vorteil der Sackware liegt hier eindeutig beim Preis. Allerdings muß man immer einen kompletten Sack anmischen und verarbeiten. Bei Teilmengen würde sonst die Körnung im Verhältnis zum Putz nicht mehr passen. Das Ergebnis sieht entsprechend aus. Der Nachteil bei Sackware ist, dass man so eventuell viel Material übrig hat und dieses wegwerfen muss. Ebenfalls ein Nachteil ist das Färben des Putzes. Sollte die angerührte Menge an Putz nicht ausreichen, ist es sehr schwierig den gleichen Farbton noch mal zu treffen. Es gibt allerdings im Handel bereits eingefärbten Putz als Sackware. Die Auswahl an Farbtönen ist allerdings sehr begrenzt. Fertigputz hat den Vorteil, dass beim Beenden der Putzarbeiten, der Behälter verschlossen werden kann. Der Putz bleibt weiter verarbeitbar. Auch noch nach Tagen. Ein weiterer Vorteil ist der, dass es Fertigputze bereits gefärbt in allen möglichen Farbtönen gibt und der Farbton so gut wie immer wiederholt werden kann. Als Nachteil bleibt hier der hohe Preis zu nennen. Allen Putzen ist allerdings gemeinsam, dass immer eine komplette Wand verputzt werden muss. Ansonsten sieht man nämlich den Übergang mehr als deutlich. |
| Fliesen bohrenZum Inhaltsverzeichnis | Löcher in Fliesen zu bohren ist ganz einfach. Wenn man weiß wie man es verhindert, dass der Bohrer quer über die teuren Fliesen wandert. Ein ganz simpler Trick sorgt dafür, dass keine Fliese mehr verschrammt wird. Einfach Malerkrepp kreuzweise an die Stelle kleben, wo das Loch gebohrt werden soll und fest andrücken. Auf dem Krepp die Position des Bohrlochs markieren und mit der Bohrmaschine und einem Glasbohrer (Steinbohrer geht auch) ohne viel Druck ein Loch durch die Fliese bohren. Erst wenn die Fliese vollständig durchbohrt ist, mit einem Steinbohrer und schlagbohren das Loch für die Befestigung bohren. |
| Granitfliesen bohrenZum Inhaltsverzeichnis | Löcher in Granitfliesen zu bohren ist nicht einfach. Mit zuviel Druck auf den Stein- oder Fliesenbohrer bricht die Fliese. Und mit zu wenig Druck glüht der Bohrer schnell aus. Wie also bekommt man Löcher in Granitfliesen? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es ganz einfach sein kann. Als erstes besorge man sich Glasbohrer. Die haben lediglich eine spitze Schneide ähnlich einem Indianerpfeil. Je nach endgültigem Lochdurchmesser sind ggf. mehrere Glasbohrer mit unterschiedlichen Bohrdurchmesser notwendig. Ich musste 12mm Löcher bohren. Also habe ich mir 2 Glasbohrer mit 6mm und 10mm Durchmesser besorgt. Dazu dann noch einen extra Steinbohrer mit 12mm Durchmeser. Wie unter Fliesen bohrer oben beschrieben habe ich dafür gesorgt, dass der 6mm Glasbohrer nicht abrutschen kann. Mit wenig Druck schleift sich der Glasbohrer in Granit wie in Butter. Als nächstes dann den 10mm Glasbohrer und die Bohrung vorsichtig und ebenfalls mit wenig Druck erweitern. Die ganze Prozedur dauert seine Zeit. Zu guter Letzt kommt dann der Stein- oder Fliesenbohrer mit 12mm Durchmesser zum Einsatz. Auch hier wieder mit wenig Druck das Loch erweitern. Jetzt hat der Bohrer leichtes Spiel und schabt sich nur noch durch die Fliese. Auf diese Weise habe ich es geschafft, dass keine einizige Granitfliese zerbrochen ist. |
| Provisorische Anbringung von Waschbecken/WC an eine VorwandinstallationZum Inhaltsverzeichnis |
Für das provisorische Anbringen eines Waschbecken oder WC an eine Vorwandinstallation gibt es einen Tipp, der Geld sparen kann.
Die Zu- und Abwasserrohre müssen auf die entsprechende Längen zugeschnitten werden. Und genau hier sollte darauf geachtet werden, dass ja später noch Fliesen
an die Wände kommen sollen. Und spätestens dann stellt man fest, dass die Rohre jetzt zu kurz sind. Sie müssen also nachgekauft werden.
Um dieses Debakel zu vermeiden gibt es einen einfachen Trick. Man schraube ein Reststück Rigips in der passenden Größe auf die Vorwand. Diese Platte dient
als Abstandshalter für die später anzubringenden Fliesen. Mit 1,3cm ist das Rigips evt. noch dicker als Fliesen zuzüglich Kleber. Doch verkürzen kann man die
Rohre ja leicht.
|
| Einstellen der (bodentiefen) FensterZum Inhaltsverzeichnis |
Sollten die Fenster beim Schließen nicht mehr fest genug in die Gummidichtungen gedrückt werden,
ist eine Justierung, zumindest bei unseren Fenster, sehr einfach.
An den Längsseiten sind mehrere kleine Nippel.
Diese drücken sich beim Verriegeln in die an den Fensterrahmen befindlichen Nasen. Da diese Nippel koisch sind, kann ganz einfach der Anpressdruck eingestellt werden.
Die Nippel können leicht angehoben werden.
Durch Drehen kann der breitere Teil des Nippeln Richtung Fensteraussenseite
bewegt werden. Der Nippel rastet dabei alle paar Millimeter ein.
Der dickere konische Teil sorgt dann dafür, dass sich beim Verriegeln die Nippel fester in die Nasen pressen. das merkt man auch daran, dass sihc der Fenstergriff jetzt etwas schwerer bewegen läßt.
Und schon sind die Fenster wieder absolut dicht.
Manche Fensterhersteller haben anstatt der der frei beweglichen Nippel welche, die mit einer Schraube gesichert sind.
|
| Grundsätzliches zum WerkzeugZum Inhaltsverzeichnis | Leider kommt es immer wieder vor, dass beim Hausbau aus Kostengründen qualitativ minderwertiges Werkzeug angeschafft wird. Dabei wird gerne vergessen, dass die meisten Werkzeuge auch später noch benötigt werden. Denn nach dem Hausbau ist vor der Renovierung. Ein Akkuschrauber, der schon nach kurzer Zeit den Geist aufgibt, weil man nicht bedacht hat, dass beim Ausbau locker um die 25.000 Schrauben zu versenken sind, nützt einem nicht wirklich. Erstens geht er immer nach Geschäftsschluss oder Sonntags kaputt und zweitens hat man die Mühen mit dem Umtausch. Es muss aber auch nicht das Profiwerkzeug angeschafft werden. Es reicht vollkommen aus sich in der preislichen Mittelklasse zu bewegen. Gerade bei Bohmaschine, Stich- und Kreissäge, Akkuschrauber, Tacker und Lochsäge sollte man darauf achten. |