Home Hausbau & Immobilien Ausbauhäuser: Selbst anpacken und viel Geld sparen

Ausbauhäuser: Selbst anpacken und viel Geld sparen

von Marc Hettenberger

Viele Fertighaushersteller bieten ihren Kunden die Möglichkeit, einen kleineren oder größeren Teil des Ausbaus selbst zu machen. Es gibt von Hersteller zu Hersteller große Unterschiede, aber im Wesentlichen ist allen gemein, dass der Bauherr den Anteil seiner Eigenleistung weitgehend selbst bestimmen kann, je nach verfügbarer Zeit und auch handwerklichen Fähigkeiten. Viele Hausbauer wollen nur kleinere Innenausbauarbeiten wie zum Beispiel das Verlegen der Fußböden und Anstriche übernehmen, andere trauen sich deutlich mehr zu und machen den gesamten Innenausbau selbst.

Planung, Statik und Rohbau gehören allerdings immer in die Hände der Fachleute! Daher sind diese Bauabschnitte bei allen gängigen Herstellern immer im Kaufpreis inbegriffen, genauso wie die Bauleitung. Besonders geeignet als Ausbauhäuser sind moderne Haussysteme in Leichtbauweise, unter diesen sind aus Holz konstruierte Häuser ideal für den ambitionierten Bauherrn. „Außen fertig, innen zum Ausbau vorbereitet“ ist das Motto von einem der führenden Hersteller umweltfreundlicher Ökohäuser, der Firma Bio-Solar-Haus. Diese ist bekannt für ihre Gebäude im „Haus-im-Haus-Prinzip“, das besonders energiesparend ist und gleichzeitig ein gesundes Wohnklima bietet.

Für weniger handwerklich Begabte ist es übrigens beruhigend zu wissen, dass „Ausbauhaus“ nicht etwa bedeutet, dass Sie alles selbst machen müssen. Zum Beispiel kann das Heizsystem komplett als Bausatz und wahlweise mit Montage dazu bestellt werden, und es steht Ihnen frei, örtliche Handwerker selbst zu beauftragen und einen guten Preis auszuhandeln. Insofern gibt Ihnen ein Ausbauhaus viel mehr Freiheit, auch in der persönlichen Gestaltung, als ein schlüsselfertig erworbenes Eigenheim. Außerdem nehmen Sie persönlich an seiner Entstehung teil und werden so einen viel stärkeren Bezug zu Ihrem Traumhaus haben.

Moderne erneuerbare Energiesysteme

Damit Ihr neues Eigenheim nicht nur in Bezug auf die Baumaterialien und die Konstruktion ökologisch ist und die Umwelt schont, sondern auch in Bezug auf seinen Energieverbrauch, sollten Sie auf jeden Fall erneuerbaren Energiequellen den Vorzug geben. Dazu gehört in erster Linie ein umweltfreundliches Heizsystem, ideal sind Systeme, welche auf Strahlungswärme statt auf Konvektion beruhen, zum Beispiel großflächige Wand- und Deckenheizungen. Diese lassen sich optimal mit einem Niedrigtemperaturtank kombinieren, der aus Solarkollektoren oder Geothermie gespeist wird.

Der zweite große Energieverbraucher in unseren Haushalten ist der Strom, der idealerweise völlig durch eine Photovoltaikanlage gedeckt wird. Leider ist eine qualitativ hochwertige Anlage mit den höherpreisigen monokristallinen Zellen und Wirkungsgraden bis zu 21 Prozent nicht ganz billig. Daher empfiehlt sich die frühzeitige Information über Finanzierungs- und Förderprogramme. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet zum Beispiel vergünstigte Kredite für bis zu 100 Prozent der Investitionskosten.

Die Sonnenwärme passiv nutzen

Aber nicht nur aktiv lässt sich die Kraft der Sonne über Solarkollektoren oder Photovoltaikzellen nutzen, sondern auch passiv durch eine intelligente ökologische Architektur. So lässt sich durch integrierte Wintergärten und transparente Zonen der Treibhauseffekt positiv nutzen, um die innere Schale des Hauses tagsüber aufzuheizen und nachts durch die natürliche Abstrahlung zu nutzen. Im Sommer gewährleistet die intelligente Nutzung des thermischen Auftriebs über Lüftungsklappen keine Überhitzung des Wintergartens.

Wer sich näher über alle Details zur Solarhaus- und Passivhaus-Technologie informieren möchte, dem stehen wissenschaftliche Artikel zur passiven Sonnenenergienutzung zur Verfügung, die detailliert über beide Haustypen Auskunft geben. Für viele Fachleute gehört Solarhäusern die Zukunft.


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