Home Garten & Außenanlagen Gartenmöbel aus Rattan oder Holz? Die Vor- und Nachteile im Detail

Gartenmöbel aus Rattan oder Holz? Die Vor- und Nachteile im Detail

von Marc Hettenberger

Bei der Auswahl neuer Gartenmöbel stehen Gartenbesitzer häufig vor der schwierigen Frage: Welches Material eignet sich besonders gut? Im Bereich der Gartenmöbel haben sich in den letzten Jahren vor allem verschiedene Holzarten und Rattan als Material durchgesetzt. Wir haben einen genauen Blick auf die Vor- und Nachteile beider Varianten geworfen.

Holz oder Rattan: Eine klare Linie für eine stilvolle Gartenmöblierung

Wer ein einheitliches und dadurch harmonisches Bild bei der Gartengestaltung erzielen möchte, der sollte sich auf einen einheitlichen Stil bei den Gartenmöbeln festlegen. Besonders einfach lässt sich ein Stil bei der Gartengestaltung mit praktischen Gartensets herstellen. Hierbei sind alle enthaltenen Möbelstücke im gleichen Design und aus den gleichen Materialien gefertigt. Vor allem Holz und Rattan bieten viele Vorteile als Material für Gartenmöbel.

Gartenmöbel aus Holz

Holz überzeugt bereits auf den ersten Blick durch seine natürliche Optik, die wunderbar in einen bunt bepflanzten Garten passt. Zusätzlich ist Holz ein besonders robustes und langlebiges Material, welches mit der richtigen Pflege viele Jahre lang nutzbar bleibt. Dazu kommt es jedoch auch auf die Art des Holzes an. Für Gartenmöbel, die den Großteil des Jahres im Freien stehen und der Witterung ausgesetzt sind, sollte eine robuste Holzsorte gewählt werden. Dazu zählen das sehr witterungsbeständige Teakholz, das rissarme Eukalyptusholz, das dekorative Robinienholz und die massive Eiche.

Meistens stammt das Holz für Gartenmöbel aus weit entfernten Abbaugebieten und muss entsprechend weite Strecken transportiert werden. Das schlägt sich auf den Preis der Holzmöbel nieder, die in der Regel deutlich teurer als Möbelstücke aus Metall oder Plastik sind. Ein Nachteil zeigt sich beim Blick auf die Umweltbilanz. Durch den Transport und eine möglicherweise nicht umweltschonende Forstwirtschaft wird die Natur belastet. Das lässt sich jedoch durch den Kauf von Gartenmöbeln aus zertifiziertem Holz reduzieren.

Gartenmöbel aus Rattan

Ähnlich beliebt wie Holz ist auch Rattan als Material für Gartenmöbel. Die geflochtene Optik der Möbelstücke sorgt für einen Hingucker auf der Terrasse oder der Gartenwiese. Während früher vor allem natürliche Rattanfasern zu so genannten Korbmöbeln verarbeitet wurden, kommt heute überwiegend Polyrattan zum Einsatz. Dabei handelt es sich um künstliche Fasern, welche eine hohe Witterungsbeständigkeit aufweisen und dadurch deutlich langlebiger sind. Ein weiterer Vorteil ist das geringe Gewicht der Gartenmöbel aus Polyrattan im Vergleich zu klassischen Holzmöbeln. Gartenstühle oder der Gartentisch lassen sich leichter an einen anderen Standort tragen.

Sehr häufig wird Polyrattan für moderne Loungemöbel verwendet. Dazu wird die Kunstfaser um ein Möbelgestell aus Metall geflochten und ist optisch kaum von echter Rattanfaser zu unterscheiden.

Ein Nachteil der modernen Polyrattan-Gartenmöbel ist deren Klimabilanz. Für die Herstellung der künstlichen Fasern wird Erdöl benötigt. Wer mit etwas Pflege seine Möbelstücke jedoch über viele Jahre nutzbar macht, der sorgt für einen nachhaltige Nutzung. Im Winter können Polyrattan-Möbel mit Schutzhüllen vor der Witterung geschützt werden, wodurch deren Nutzungsdauer sich deutlich verlängert.

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