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Immobilien verkaufen: Wertermittlung und Wertsteigerung

von Marc Hettenberger

Egal aus welchem Grund eine Immobilie verkauft werden soll, Besitzer möchten bei einer Veräußerung selbstverständlich den bestmöglichen Preis erzielen. Darauf wirken eine Reihe von Faktoren ein und bevor die Verkaufsabsicht konkret wird, sollte eine Wertermittlung als Basis für das weitere Vorgehen erfolgen.

Vor dem Verkauf: Immobilienwert bestimmen

Um im Rahmen eines Immobilienverkaufs einen realistischen Preis aufrufen zu können, muss das Objekt vorab geschätzt werden. Das erfolgt im Rahmen einer so genannten Wertermittlung, die nach unterschiedlichen Verfahren vorgenommen werden kann. Da eine realistische Einschätzung des Marktwerts für Laien nur schwer möglich ist, sollte ein Gutachter zur Wertermittlung einer Immobilie zu Rate gezogen werden. Er ist mit den unterschiedlichen Verfahren und der aktuellen Situation auf dem Immobilienmarkt vertraut und erstellt nach gründlicher Prüfung ein aktuelles Gutachten.

Die Wertermittlung bei Immobilien kann als Sachwertverfahren, Ertragswertverfahren oder Vergleichswertverfahren durchgeführt werden. Das so genannte Sachwertverfahren kommt vor allem bei Eigentumswohnungen, Einfamilienhäusern und als Ferienhaus oder Zweitwohnsitz genutzten Objekten zum Einsatz und ermittelt den Wert von Grundstück und Bausubstanz. Hierbei wird die aktuelle Marktlage nur wenig berücksichtigt. Beim Ertragswertverfahren werden vorwiegend Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte bewertet und das erfolgt auf Basis der Renditeberechnung. Das dritte Verfahren ermittelt den Wert von Immobilien oder Grundstücken durch einen Vergleich mit ähnlichen Objekten.

In sehr dünn besiedelten Regionen kann hierbei die Schwierigkeit bestehen, dass keine ausreichende Vergleichsbasis zur Wertermittlung vorhanden ist und ein anderes Wertermittlungsverfahren genutzt werden muss. Experten beraten Eigentümer dazu, welches Verfahren im konkreten Fall die sinnvollste Lösung zur Wertermittlung ist und erstellen anschließend das passende Gutachten.

Immobilienwert vor dem Verkauf steigern

Entspricht das erstellte Wertgutachten nicht den Vorstellungen des Eigentümers über einen zu erzielenden Verkaufspreis, kann in einigen Fällen eine Investition in das Objekt vor dem Verkauf sinnvoll sein. Gerade Sanierungen im Bereich der Wärmedämmung können eine erhebliche Wertsteigerung nach sich ziehen. Das gilt besonders für Objekte, die vermietet und nicht selbst bewohnt werden, da nach genannter Modernisierung eine Erhöhung der Mieten möglich ist. Das wirkt sich wiederum positiv auf die Rendite von Objekten aus. Allerdings sind solche Maßnahmen nur dann sinnvoll, wenn der geplante Verkauf nicht innerhalb kurzer Zeit erfolgen muss.

Im Bereich der privat verkauften Wohnhäuser oder Eigentumswohnungen sorgt ein gepflegtes Erscheinungsbild häufig für ein höheres Kaufinteresse, was wiederum den Verkaufspreis steigen lassen kann. Um den optischen Eindruck von Objekten zu steigern, reichen häufig schon kleine Renovierungen wie ein neuer Anstrich der Fassade oder das Entrümpeln des Grundstücks. Solche Arbeiten lassen sich mit kleinem Budget innerhalb kurzer Zeit durchführen und erleichtern den späteren Verkauf. Werden Immobilien nicht als Anlageobjekt, sondern als neues Zuhause für die eigene Familie gekauft, entscheiden meistens nicht nur die harten Fakten. Vielmehr sind solche Hauskäufe auch eine emotionale Entscheidung und diese lässt sich mit einem guten Eindruck der Immobilie positiv beeinflussen.

Bildquelle Titelbild:

  • Alexander Raths/shutterstock.com

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