Home Wohnen & Einrichten Lichtgestaltung in Wohnräumen: Worauf sollte man achten?

Lichtgestaltung in Wohnräumen: Worauf sollte man achten?

von Marc Hettenberger

Nicht nur Einrichtung und Wandgestaltung sind ausschlaggebend dafür, wie wohl wir uns in unseren Wohnräumen fühlen, auch die Lichtgestaltung ist ein wesentlicher Baustein zur Schaffung einer heimeligen Wohnatmosphäre. Vom modernen Seilsystem über klassische Stehleuchten bis hin zu speziellen Einbauleuchten stellt die Innenbeleuchtung eine wichtige Kategorie des Interior-Designs dar.

Lichtgestaltung in Wohnräumen

Licht erfüllt in jedem Raum eine andere Funktion. Deshalb sollten passende Innenleuchten für die Wohnräume stets abgestimmt auf ihren Verwendungszweck ausgewählt werden. Dabei sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Welchen Tätigkeiten geht man in welchen Raumbereichen nach?
  • Welches Licht ist für diese angemessen und zweckmäßig?
  • Welche Atmosphäre soll der Raum ausstrahlen?

Das Wohnzimmer ist meist ein Raum, in dem wir uns mit der Familie und mit Freunden unterhalten oder in einer Leseecke schmökern. Teilweise erledigen wir hier auch Büroarbeiten oder nehmen in einem Wohn-Esszimmer Mahlzeiten ein. Somit benötigen wir einerseits ein gleichmäßiges Licht, das den Raum gut ausleuchtet. In der Regel erfüllt die Allgemeinbeleuchtung diesen Zweck.  Als Allgemeinbeleuchtung eignen sich:

  • eine zentrale Deckenleuchte
  • ein Seil- oder Schienensystem
  • mehrere Einbauleuchten

Eine gewisse Grundhelligkeit lässt sich auch durch indirekte Beleuchtung kreieren. So kann man beispielsweise in einer abgehängten Decke RGB-LED-Stripes verlegen, die durch Lichtreflexion für ein angenehmes Streulicht sorgen oder Deckenfluter einsetzen. Spezielle Lichtfarben zaubern zusätzlich Atmosphäre. Für gewisse Aktivitäten ist diese Allgemeinbeleuchtung jedoch nicht ausreichend. Es braucht zusätzliche Beleuchtungsquellen, die weniger für Raumatmosphäre sorgen, sondern hellere Lichtakzente setzen und praktische Aufgaben erfüllen. Für eine gezielte Platzbeleuchtung eignen sich:

  • Pendelleuchten (z. B. über dem Esstisch)
  • Stehleuchten (z. B. in Leseecken)
  • Tischleuchten (z. B. am Arbeitsplatz)
  • Spots

Diese schaffen ein helles, meist direktes Licht für gewisse Raumzonen, das im Bedarfsfall hinzu geschaltet werden kann. Neben praktischen Aufgaben können mit dieser Art von Beleuchtung auch gezielt Akzente gesetzt werden. So kann beispielsweise ein Bild durch das gebündelte Licht eines Halogenspots perfekt in Szene gesetzt werden.

Licht als Stimmungsmacher

Die Farbtemperatur der gewählten Beleuchtung hat einen wesentlichen Einfluss auf die Stimmung. Sie wird in Kelvin (K) gemessen. Als warm und gemütlich empfinden wir Licht zwischen 2500 und 3300 Kelvin. Je höher der Wert, umso kälter empfinden wir das Licht. Für Arbeitsbereiche wird gerne neutralweißes Licht zwischen 3300 und 5300 Kelvin eingesetzt. Beleuchtungskörper mit mehr als 5300 Kelvin liefern tageslichtweißes Licht mit einem Blaustich. Sie werden eher in Büros oder Räumen ohne direktes Tageslicht eingesetzt.

Für eine stimmungsvolle Raumbeleuchtung sollte man sich nicht auf eine Lichtquelle verlassen, sondern geschickt mehrere Leuchten miteinander kombinieren. Grundsätzlich sollte die Allgemeinbeleuchtung in Wohnräumen nicht zu kalt und nicht zu hell sein. Bereichslicht sollte heller als das Raumlicht sein und punktgenaues Licht liefern. Zusätzlich lassen sich mit weichem Stimmungslicht aus indirekter Beleuchtung oder mattierten Lampenschirmen stilvolle Akzente setzen.


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  • Mobz/shutterstock.com

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