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Schimmelsanierung: Das hilft bei Schimmelbefall

von Marc Hettenberger

Schimmel im eigenen Zuhause verursacht nicht nur einen unangenehmen Geruch und sichtbare Flecken an Wänden und Decken, er ist auch extrem gesundheitsgefährdend. Wer in seinem Zuhause Schimmel entdeckt, der sollte daher möglichst schnell handeln. Wie eine Schimmelsanierung abläuft und was wirklich gegen die gefährlichen Schimmelsporen hilft, das erfährt man hier.

Bei Schimmelbefall: Schnelles Handeln und Ursachenforschung

Schimmel erkennt man vor allem daran, dass sich kleine dunkle Punkte an den Wänden oder Decken bilden. Geht man nicht dagegen vor, vermehrt sich der Schimmel und breitet sich schrittweise immer weiter im Raum aus. Die Sporen des Schimmels sind gesundheitsgefährdend. Sie können einerseits Allergien auslösen und andererseits zu schweren Erkrankungen der Atemwege führen. Mit einer fachgerechten Schimmelsanierung kann diese Gesundheitsgefährdung jedoch aus dem Weg geräumt und der Wohnraum wieder einladend und trocken werden. Der wichtigste Punkt bei einer fachgerechten Schimmelsanierung ist die gründliche Suche nach der Ursache für den Schimmel.

Zwar können falsches Lüften oder Heizen ursächlich für Schimmel in Wohnräumen sein, meistens hat dieser jedoch bauliche Ursachen. Wärmebrücken, eine schlechte oder marode gewordene Dämmung, nicht ausreichend isolierte Fenster und Schäden an der Bausubstanz, durch die konstant Feuchtigkeit in das Mauerwerk eindringt, sind mögliche Schimmelursachen.

Vorgehen bei der Schimmelsanierung

Sobald der Grund für die Feuchtigkeit und den Schimmel gefunden ist, muss dieser behoben werden. Sind die Wände oder Decken bereits sehr nass, kann der Einsatz von Bautrocknern notwendig sein, um die Substanz grundlegend zu trocknen. Da sich Feuchtigkeit aus der Raumluft vor allem an kalten Stellen absetzt und hier langfristig zu Schimmel führt, kann auch eine Innenisolierung das Problem lösen. Diese sorgt dafür, dass die Wandtemperatur steigt und sich Feuchtigkeit aus der Luft nicht mehr an einer kalten Wand absetzen und hier die Schimmelbildung fördern kann. Solche Maßnahmen zur Innendämmung führen beispielsweise Malerfachbetriebe durch.

Um bereits vorhandenen Schimmel vollständig zu entfernen, kann das Abreißen alter Tapeten erforderlich sein, denn gerade unter diesen bildet sich schnell Schimmel, welcher zunächst nicht sichtbar ist. Wurden die Ursache behoben und die Wände trockengelegt, kann später erneut bedenkenlos tapeziert werden.

Was man bei akutem Schimmelbefall nicht tun sollte

In Drogerien, Baumärkten und Supermärkten werden verschiedene Sprays zur Bekämpfung von Schimmel angeboten. Diese eignen sich jedoch bei vorliegendem Schimmelbefall nicht zur Beseitigung. Durch das Auftragen auf die Wandoberfläche werden hier zwar die Schimmelsporen abgetötet und der Schimmel ist nicht mehr sichtbar, die eigentliche Ursache bleibt jedoch unbehandelt. Dadurch verbleiben Feuchtigkeit und Schimmel in den Wänden und stellen weiterhin eine Gesundheitsgefahr dar.

Sobald man Schimmel in einem Raum bemerkt, sollte ein Fachmann den Schaden begutachten, die Ursache suchen und einen Plan zur Schimmelsanierung erstellen. Nur durch ein fachmännisches Vorgehen in einem möglichst frühen Stadium kann der Schimmel effektiv und mit geringem Kostenaufwand bekämpft werden.


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  • Burdun Iliya/shutterstock.com

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